Mannheimer AfD-Politiker plädiert für eine Art Ständestaat

Roland Vaubel, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der AfD. Wie ein kritischer Bericht auf „german-foreign-policy“ offenlegt, stellte Vaubel Überlegungen an, der „Unterschicht“ das passive Wahlrecht zu entziehen:

Während die AfD gegenwärtig auch durch punktuelle Kontakte in die äußerste deutsche Rechte von sich reden macht [8], sind vor allem einige Aktivisten und Unterstützer der Partei aus politisch durchaus etablierten Kreisen in der Vergangenheit mit offen antidemokratischen Positionen hervorgetreten. Dies gilt etwa für Roland Vaubel, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der AfD. Vaubel hat im Jahr 2007 Vorschläge zum „Schutz der Leistungseliten in der Demokratie“ veröffentlicht. „Leistungseliten“ könne man etwa „dadurch schützen, dass man ein Zwei-Kammer-System einführt und diejenigen, die die Hauptlast der (direkten) Besteuerung tragen, eine der beiden Kammern wählen lässt“. Alternativ könne man „ein System“ mit zwei Kammern gründen, „in dem beide Kammern von allen Bürgern gewählt werden, aber mit unterschiedlichen Gewichten“.[9] Der Vorschlag läuft auf das Ende der demokratischen Gleichheit und die Einführung eines politisch offen privilegierten Standes hinaus.

* Hans Georg: Alternative für Deutschland“ – gegründet von Teilen der rechten Eliten, http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58685