Identitäre sympathisieren mit dem Vorsitzenden der „Jungen Alternative“ in Baden-Württemberg

Auf der Homepage „Identitäre Generation“ erschien kürzlich der Beitrag „Konservative in der AfD“1, in dem deutliche Sympathien für Marcus Frohnmaier (23) aus Tübingen, den Vorsitzenden der „Jungen Alternative“ in Baden-Württemberg, durchklingen.
Die Homepage ist Teil des Geflechts der aus Frankreich stammenden faschistischen „Identitären Bewegung“ über die der Journalist Roland Sieber in seinem Artikel „Von tanzenden Rassisten und uniformierten Milizen“ vom 22. Oktober 2012 schrieb:

Die aktionsorientierte Rechte, die sich im Sinne der „Neuen Rechte“ auf die eigene „Kultur“ und „Herkunft“ bezieht, sich dabei aber wie die alte Rechte durch die Abgrenzung zu den „Anderen“ definiert, geht in Frankreich auf die zwei Strömunge „Jeunesses Identitaires“ und „Bloc identitaire“ zurück, die den Kampf für eine angebliche „europäische Identität“ gegen einen vermeintlichen Islam führen.

Identitäre pro Frohnmaier
In „Konservative in der AfD“ heißt es wohlwollend zu Frohnmaier:

Angesichts der Ächtung solcher erfrischend anderen Projekt, ist es umso erfreulicher, dass sich der 23-jährige Jurastudent und Vorsitzende der Jungen Alternative in Baden-Württemberg Markus Frohnmaier gegen seine Mitbewerber durchsetzen konnte und nun beim Bundesparteitag in Erfurt am 22. und 23. März als Spitzenkandidat der Parteijugend für den Bundesvorstand kandidiert. Frohnmaier scheint ein Idealist zu sein: es geht ihm nicht um Posten, wie er im bald erscheinenden Interview mit der Aula betont.
Er ist wie auch andere AfD-Mitglieder nicht bloß eurokritisch, wie es die Mainstreammedien gerne hinstellen würden. Statt Großkonzernen nachzugeben und den sog. „Facharbeitermangel“ durch Masseneinwanderung zu lösen, setzt er auf traditionelle, kinderreiche Familien. Auch deshalb demonstrierte er in Stuttgart gegen den grün-roten Gesinnungslehrplan, der Kindern bereits in der Grundschule Bi-, Trans-, Intersexualität propagieren soll. Frohnmaier befürwortet die Beschlüsse des Bundesjugendkongresses, sich außenpolitisch mehr gen Osten und stärker an Russland zu orientieren, statt sich weiter den USA zu unterwerfen. Die Beziehungen zu Amerika will er dennoch lebendig halten. Die deutsche Nationalhymne hingegen ist für ihn Pflichtprogramm auf Parteiveranstaltungen. Auch einer Zusammenarbeit auf EU-Ebene mit anderen Parteien steht er offener gegenüber als so mancher Parteigenosse.
Es wäre zu begrüßen, wenn sich in der AfD künftig mehr Personen wie Frohnmaier fänden und identitäre Positionen in der Partei stärkten. Dadurch könnte die AfD endlich auch eine wählbare parlamentarische Alternative in Deutschland werden und sich nicht, so wie es derzeit aussieht, in Beliebigkeit und Mimikry verlieren.

In Anbetracht solchen Lobs und solcher Verbundenheit stellt sich die Frage, ob Frohnmaier tatsächlich nur ein Konservativer ist oder nicht etwa weiter rechts im politischen Spektrum einzuordnen ist.


1 Antwort auf „Identitäre sympathisieren mit dem Vorsitzenden der „Jungen Alternative“ in Baden-Württemberg“


  1. 1 hinweis 12. Mai 2014 um 0:36 Uhr

    „Frohnmaier scheint ein Idealist zu sein: es geht ihm nicht um Posten, wie er im bald erscheinenden Interview mit der Aula betont.“

    Dazu sollte mensch wissen um was es sich bei der AULA handelt. „Die Aula (Untertitel: Das freiheitliche Magazin) ist ein 1951 gegründetes rechtsextremes[1][2][3] österreichisches Monatsmagazin.“ – Zitat Wikipedia, der Spamfilter hat angeschlagen.

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