Beitrag auf Blog der AfD-BaWü fordert härtere Positionierung der Partei zum Thema Migration

Derzeit gibt es für Rechte wieder neue Anlässe eine härtere und ausgrenzende Politik gegen Migrant/innen und Ausländer/innen einzufordern.
Auf dem Blog der „Alternative für Deutschland – Baden-Württemberg“ erschien von einem ‚von Radetzky‘ am 8. April 2014 ein Beitrag unter der Überschrift „Ein Brandbrief, doppelte Staatsbürgerschaft, Pirinçci, eine Demo – Rückblick auf die letzte Woche“1, der sich in diesen Reigen einreiht.
Zum einen wird Bezug genommen, auf eine Bochumer Polizistin, die sich über Respektlosigkeit ihr gegenüber durch muslimische Jugendliche beklagt. Respektlosigkeit gegenüber der Polizei ist generell unter allen Einwohner/innen Deutschlands weit verbreitet, ebenso wie eine kritiklose Unterwürfigkeit dieser Institution gegenüber.
In dem Bogbeitrag heißt es:

Bemerkenswert, bemerkenswert, die letzte Woche: Da dokumentiert die FAZ einen offenen Brief einer, in der sie beklagt, dass gerade bei jungen Migranten moslemischen Glaubens jeglicher Respekt vor der Polizei, insbesondere gegenüber Polizistinnen, fehlt. Das ist nichts Neues, wer einigermassen offenen Auges durch die Welt geht, hat schon mitbekommen, dass etliche Moslems ein etwas anderes Verhältnis zu Frauen, die nicht ihrem Kulturkreis angehören, haben. Ein Verhältnis, was nicht unbedingt als ritterlich oder respektvoll zu bezeichnen ist.

Generalisierend wird „den Muslimen“ eine Einstellung zu Frauen unterstellt, ein klassisches antimuslimisches Vorurteil.
Weiter heißt es:

Es würde unserer jungen Partei gut anstehen, dieses Thema zu bearbeiten und nicht einfach so widerspruchslos duchzuwinken. Mir fehlt hier der Widerspruch, liebe Vorstände! Zu den tieferen Gründen, warum die Sozialdemokraten sich zu Handlagern der Türkischen Gemeinde machen, hatte ich mir schon im November ein paar Gedanken gemacht, ich bin überzeugt davon, dass sie weiterhin richtig sind: Es geht hier nur um Wählerstimmen für die SPD, Stimmen, die die Deutschen der SPD einfach verweigern.

Damit wird das verschwörungstheoretische Bild von der SPD als „Handlanger der Türkischen Gemeinde“ entworfen. Seltsamerweise gelang es der angeblich türkisch kontrollierten SPD noch nicht einmal den Rassisten Thilo Sarrazin aus der Partei werfen zu lassen.
Der Absatz-Erfolg eines Pamphlets des türkeistämmigen, aber deutschnational gewandelten Vulgärrassisten Akif Pirinçci findet auch Lob in dem Beitrag:

Aus türkischer Ecke hören wir auf ein Mal einen Katzenkrimi-Autor, der mit glühendem Pathos auf Platz 1 der Amazon-Liste stürmt: Akif Pirinçci. Und wieder ein Autor, der die Burg der linken Weisheiten und Ideologien angreift und sie schleift. Die Zeitungen heulen auf, aber genau das macht den Erfolg dieses Autors aus. Seine Sprache ist meine sicher nicht, aber ich kann die Wut verstehen […].

Im sarrazinschen Tonfall heißt es am Schluss: „So war die letzte Woche durch zwei interessante Pole gekennzeichnet: Die Regierung versucht weiter, tja, man muss es wohl so sagen, Deutschland abzuschaffen oder zumindest auszudünnen, die Stimmen des Widerspruchs und des Widerstands scheinen sich zu mehren.“