AfD-Fuktionäre traten bei Karlsruher Burschenschaft auf

Am 23. April 2014 sprachen bei der Karlsruher Burschenschaft Teutonia zwei Funktionäre der AfD zum Thema „Ökonomisierung der Bildung durch Bologna, Pisa & Exzellenzinitiative“. Die Karlsruher Burschenschaft Teutonia gehört der „Initiative Burschenschaftliche Zukunft“ (IBZ) an, einer Reihe rechtskonservativer Burschenschaften, die inzwischen mehrheitlich den extrem rechts dominierten Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) verlassen haben. Die Teutonia gehörte der DB bis 1996 oder 1997 an.
Es sprachen Dr. Marc Jongen und Prof. Dr. Gunther Nickel. Jongen ist stellvertretender Sprecher des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg und Hochschuldozent in Karlsruhe. Nickel ist Sprecher des AfD-Landesverbandes Hessen und Professor in Mainz.
Das hohe AfD-Funktionäre zu einem bildungsspezifischen Thema bei einer Burschenschaft auftreten könnte ein Hinweis darauf sein, dass man im korporierten Milieu gezielt nach Unterstützung für die neue Partei sucht. Vermutlich geht es dabei weniger um die Stimmen, denn um akademisches Personal. Damit könnte die AfD durchaus auf Resonanz stoßen. So meinte Professor Benno Hafeneger, Marburger Erziehungswissenschaftler und Rechtsextremismus-Experte, zur AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative für Deutschland“ (JA):

Damit steht die JA in der Tradition des elitären Denkens und der Elitenreproduktion, das angeblich eine neue politische – auch parteipolitische – Heimat sucht.