Grußwort von Bernd Kölmel auf der Anti-Bildungsplandemo

Als sich am 28. Juni erneut mehrere hundert Personen in Stuttgart versammelten, um aus homophoben Motiven gegen den „Bildungsplan 2015“ zu protestieren, wurde auch ein Grußwort von Bernd Kölmel, dem neuen AfD-Europaabgeordneten aus Baden-Württemberg verlesen. Darin hieß es u.a.:

Liebe Mitstreiter, vor allem liebe Mütter, Väter, Eltern, Großeltern:
Ihr Ziel ist unser Ziel!
Ich sage es klar und deutlich: Einen Bildungsplan, in dem bunte Lebensentwürfe eine deutlich überbewertete Stellung einnehmen soll, wollen wir nicht. Die breite Bewegung gegen den neuen Bildungsplan wird vom Landesverband der AfD Baden-Württemberg ausdrücklich unterstützt.
[…] Auch eine überarbeitete Form, in der zwar die ideologischen Begriffe der Gender-Ideologie beseitigt sind, aber die gleichen Inhalten und Ziele in einer anderen sprachlichen Verpackung verfolgt werden, wird von uns abgelehnt.
[…] Die AfD Baden-Württemberg will mehr Elternrechte bei der Gestaltung der Bildungspläne. Die Erziehung von Kindern, insbesondere die Werteerziehung und die Geschlechtserziehung, ist zuallererst Aufgabe der Eltern. Generell dürfen Bildungspläne von Parteien nicht dazu genutzt werden, parteieigenes oder sektiererisches Gedankengut in Bildungs- und Erziehungsziele zu verpacken, sondern müssen sich an den Bedürfnissen von Schülern orientieren.
Die Ankündigungen der Landesregierung unter Kretschmann, welche eine spätere Einführung des Bildungsplans oder minimale Formulierungsänderungen andeuten, sind nur Augenwischerei und keinesfalls ausreichend. Sie zielen lediglich darauf ab, unserem massiven Protest die Spitze zu nehmen.
Die AfD unterstützen den Kampf gegen diese Art von Bildungsplänen, bis die grün-rote Landesregierung 2016 wieder auf die Oppositionsbank geschickt wird.
Liebe Bürger, nehmt euer Recht auf Meinungsäußerung wahr – lasst euch nichts vormachen! Setzt euch für euer Mitbestimmungsrecht ein – auch wenn die Herrschenden eine formale Bürgerbeteiligung nur nach Gutdünken zulassen.