Landesvorsitzender der „Jungen Alternative“ im Gespräch mit extrem rechten Magazin „Zur Zeit“

Markus Frohnmaier, baden-württembergischer Landesvorsitzender der „Jungen Alternative“, scheint der Ansprechpartner für Interviews mit Publikationen der extremen Rechten zu sein. Frohnmaier war bereits Interviewpartner der neurechten „Blaue Narzisse Online“, des rechten und marktradikalen Monatsmagazin „eigentümlich frei“, des burschenschaftlich-deutschnationalen Magazin „Die Aula“
Frohnmaier als Interviewpartner von
und nun des Magazins „Zur Zeit“ (ZZ). ZZ erscheint in Österreich und bezeichnet sich selbst als „Sturmgeschütz der Meinungsfreiheit“. ZZ war ursprünglich das österreichischen Schwesternblatt der deutschen „Jungen Freiheit“ und steht der FPÖ, besonders dem Strache-Flügel, relativ nah.
Auf die Frage „Mit welchen Themen wird die Partei in die Landtagswahlkämpfe gehen?“ antwortet Frohnmaier u.a.:

Sie [AfD-Sachsen] lehnt Frühsexualisierung ebenso ab wie eine unsägliche Integrationsfolklore, die danach trachtet, der einheimischen Bevölkerung »Weltoffenheit« zu verordnen, anstatt bei jenen anzusetzen, von denen tatsächlich Integration erwartet werden sollte: Den Einwanderern.

An anderer Stelle im Interview führt Frohnmaier aus

Problematisch wird es, wenn jemand glaubt, Liberalität sei auch bei Themen wie der inneren Sicherheit, der Einwanderung oder unserem abendländischen Wertekanon angebracht. Das Gegenteil ist der Fall: Hier ist Liberalismus nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.

Außerdem spricht sich Frohnmaier mit Blick auf die EU-Parlaments-Fraktionsbildung für eine Basisbefragung aus, weil das die Option für ein Bündnis mit UKIP oder FPÖ eröffnen würde.
Die Fragen stellte Frohnmaier Jan Ackermeier (* 1978). Ackermeier ist Mitglied der deutschnationalen Burschenschaften Normannia-Nibelungen zu Bielefeld, Teutonia Wien und der pennalen Burschenschaft Ghibellinia zu Wien. Er war sogar 2011/12 Sprecher der extrem rechten Burschenschaft „Burschenschaftliche Gemeinschaft“. Außerdem soll er Funktionär des extrem rechten „Kulturwerk Österreich“ gewesen sein und ist seit August 2011 „Chef vom Dienst“ bei „Zur Zeit“, Mitarbeiter bei „Der Eckart“, Beisitzer im Bundesvorstand der JLO 2010, JLO-Ansprechpartner für Österreich.