AfD-Landesverband offenbar gespalten

Den Medienberichten über den Landesparteitag in Kirchheim/Teck Anfang Oktober nach ist die Ländle-AfD in Teilen gespalten. Neben persönlichen Querelen hat das auch politische Wurzeln. Ein tendenziell realpolitisch orientierter Flügel streitet sich mit einem eher ideologischen. Allerdings greift auch der tendenziell realpolitisch orientierte Flügel der AfD Baden-Württemberg immer wieder in die Kiste rechtspopulistischer Themen, wie beispielsweise beim Thema Bildungsplan zu sehen war.
Beim Landesparteitag bestand der Landesvorsitzende und Europaabgeordnete Kölmel ein Misstrauensvotum mit 60 % Zustimmung, 36 % der Mitglieder lehnten ihn ab und 4 % enthielten sich.
Solidarität mit Brett&Fiechtner
BILD: Screenshot Facebook
Dagegen trat Dr. Heinrich Fiechtner aus Stuttgart vom Posten des stellvertretenden AfD-Landessprecher zurück. Fiechnter sitzt auch für die AfD im Stuttgarter Gemeinderat. Das ehemalige FDP-Mitglied nannte laut Zeitung Sarrazin „einen der brillantesten Analysten der Lage in unserem Land und mutigsten Vertreter einer freien Meinungsäußerung“.
In der „Badischen Zeitung“ wurde ein Parteitags-Teilnehmer mit folgenden Worten zitiert: „Wir haben Leute an Bord – von denen wusste ich gar nicht, dass es sie gibt, dass jemand so verrückt ticken kann.“