AfD-Gemeinderäte beteiligt an Hass-Kampagne gegen Abtreibungsklinik

„Offen nennt der Stuttgarter AfD-Gemeinderat Heinrich Fichtner Stapf einen „Abtreibungsunternehmer“ und wirft der Stadtverwaltung vor, dem „Tötenden helfend unter die Arme zu greifen“. Jüngst forderte er in einer Gemeinderatssitzung sogar Pro Familia auf, sich in „Contra Familia“ umzubenennen. Sein Parteifreund Eberhard Brett, ebenfalls AfD, lobte einen Abtreibungsgegner, als der einen Vergleich zwischen dem Amoklauf von Winnenden und Schwangerschaftsabbrüchen zog.
Allerdings bereitet es zumindest Teilen der AfD mittlerweile offenbar Unbehagen, in einem Atemzug mit dem radikalen Abtreibungsgegner Annen genannt zu werden. Laut „Stuttgarter Zeitung“ haben sich 21 Parteimitglieder in Baden-Württemberg von dem Aufruf des Pforzheimer Kreises und der Verlinkung zu Annens Internetauftritt distanziert. Unabhängig von der eigenen Haltung gegenüber dem Thema Schwangerschaftsabbruch sei eine „AfD der Vernunft“ notwendig. „Wird allerdings die AfD für einen fundamentalistischen Glaubenskrieg instrumentalisiert, können wir das nicht schweigend hinnehmen“, kritisieren die AfD-Mitglieder der Zeitung zufolge in einem Schreiben.“

* Hannelore Crolly: Hasskampagne gegen Abtreibungsklinik, 17.11.14, http://www.welt.de/politik/deutschland/article134416582/Hasskampagne-gegen-Abtreibungsklinik.html