JA-BaWü-Chef Frohnmaier als Kandidat des Rechtsaußen-Flügels

Aus dem Artikel „Das junge Gesicht des Konservatismus“ von Jan Rübel in der „Neuen Züricher Zeitung“ vom 3. Februar 2015:

„In der JA tobt ein Kulturkampf, ähnlich wie bei der AfD. Zwar insgesamt konservativer als die Mutterpartei, streiten auch hier zwei Flügel: auf der einen Seite die West-Landesverbände, sie haben die JA gegründet und stehen an der Seite Luckes. Und auf der anderen Seite die Verbände Ostdeutschlands gemeinsam mit Baden-Württemberg, welche die JA auf einen nationalistischen Kurs trimmen wollen. […] Plötzlich kommt Unruhe auf. Aus dem rechten Lager kommt der Antrag, die Vorstandswahlen vorzuziehen. Auf dem Podium wird vor einer «Lastwagen-Demokratie» gewarnt – der zum rechten Flügel gehörende baden-württembergische Landesverband hat mit einem Bus viele Mitglieder für die Fahrt nach Bottrop mobilisiert. Wütende Zwischenrufe. Das Stimmengewirr wächst zu einem Tumult. […] Am nächsten Tag dann die Wahlen. Markus Frohnmaier aus Tübingen, 23, tritt für den rechten Flügel als Spitzenkandidat an. Er ist ein quirliger Netzwerker, in seiner Bewerbungsrede ruft er, AfD und JA würden «nicht an Deutschland leiden, sondern mit Deutschland und wenn es sein muss, auch für Deutschland».“

Frohnmaier verlor diese Wahl.