Mehr über Markus Frohnmaier

Der Journalist Rafael Binkowski hat über den „Nationalliberalen“ (Eigenbezeichnung) Rittaler und den baden-württembergischen JA-Chef Markus Frohnmaier versucht in einem Artikel zwei verschiedene Strömungen in der AfD in Baden-Württemberg zu skizzieren. Hier ein paar lesenswerte Ausschnitte aus dem Text1.

Für Frohnmaier gehört der Islam nicht zu Deutschland:

„Frohnmaier war eine Zeit lang Mitglied der Jungen Union, doch so richtig identifizieren konnte er sich mit den Christdemokraten nie. Zumindest nicht mit der CDU von Angela Merkel, die gegen Atomenergie ist, für flächendeckende Kleinkindbetreuung und für die der Islam zu Deutschland gehört. „Für mich gehört er nicht dazu“, sagt Markus Frohnmaier. „unser Land ist christlich-jüdisch geprägt.“

Frohnmaier steckt hinter der AfD-Hochschulgruppe, auf deren Facebook-Präsenz sich sehr harte Töne lesen lassen:

„Er hat Feuer gefangen und gründete eine AfD-Hochschulgruppe, aus der im vergangenen Sommer der Landesverband der Jungen Alternative hervorging.“

Weiter wird über Frohnmaiers eigene Facebook-Präsenz berichtet:

„Auf seiner Facebook-Seite und auf manchen Veranstaltungen schlägt er allerdings härtere Töne an. Von „Lügenpresse“ ist da die Rede, wenn RTL über die Pegida berichtet, und das ARD-Magazin „Hart aber fair“ beschimpft er als „National-Borderline-Demagogen-TV“. Auf dem AfD-Bundesparteitag sagte Frohnmaier: „Die Angst vor einer Islamisierung Deutschlands ist durchaus berechtigt, wenn Kirchen in Moscheen umgewandelt werden.“ Oft postet er Videos von gewalttätigen Ausländern, die Einheimische verprügeln. „Die deutsche Kartoffel wird auf dem Schulhof vermöbelt“, schreibt er etwa.
Spricht man ihn darauf an, sagt er: „Ich stehe zu meinen Aussagen. Als Jugendorganisation muss man auch mal provozieren.“ Markus Frohnmaier spricht von falsch verstandener Toleranz und Rücksichtnahme, wenn „einigen Religionsgruppen“ zu viel nachgesehen werde. Und die Statistik zeige eben, dass „bestimmte Gruppen“ häufiger kriminell seien.
Nur zur NPD grenzt Frohnmaier sich und seinen 150 Mitglieder starken Jugendverband ab. „Mit denen und den Jungen Nationaldemokraten wollen wir nichts zu tun haben.“ Das gilt nicht für Anhänger der Republikaner – hier solle jeder Einzelfall geprüft werden. In der Russlandpolitik gibt Frohnmaier den Putin-Versteher. Er sei strikt gegen Sanktionen, weil sie „vitalen deutschen Interessen“ gegenüberstünden.“

Es wird auch berichtet das Frohnmaier versucht seinen Landesverband auf Linie zu halten:

„So versuche Frohn­maier, ehemalige Jungliberale vom AfD-Jugendverband fernzuhalten, und hintertreibe die Gründung eines moderaten Kreisverbands in Freiburg.“