Frohnmaier auf Veranstaltung mit rechtem, russischen Putin-Vetrauten

Auf der Homepage der „Jungen Alternative Baden-Württemberg“ (JA BaWü) wird von Markus Frohnmaier über ein Treffen zwischen der JA BaWü und der Jugend der „Droite Populaire” in Paris berichtet:

Am Vormittag des 26. März trafen sich in Paris Vertreter der Jungen Alternative Baden-Württemberg, repräsentiert durch Markus Frohnmaier und Vorstandskollegen Andreas Zimmermann und Vertreter der Jugendorganisation der “Droite Populaire”, einem Flügel der von Sarkozy angeführten UMP, im Pariser Café „Le Sorbon“, inmitten des Studentenviertels.

Die 2011 gegründete rechte „Droite populaire“ in der UMP ist laut dem Journalisten Bernard Schmid „eine Art Brücke der Konservativen zum FN“.
Danach war der JA-Landesvorsitzende Markus Frohnmaier in der russischen Botschaft zu Gast bei der Generalversammlung der „Association Dialogue Franco-Russe“. Mit dabei war der Putin-Gefolgsmann und Oligarch Wladimir Jakunin. Jakunin ist Präsident der Russischen Eisenbahnen und Co-Präsident von „Dialogue Franco-Russe“. Jakunin war 2014 auch der Organisator einer Veranstaltung, bei der sich extreme Rechte aus der EU und russische NationalistInnen trafen. Am 11. September 2014 fand in Moskau das Internationale Forum „Mehrkindfamilien und die Zukunft der Menschheit“ statt, an dem über tausend russische Gäste und rund 250 Personen aus dem Ausland teilnahmen. TeilnehmerInnen waren Kyril (Moskauer Patriarch), Gergely Pröhle (ungarischer Regierungspolitiker), Aymeric Chauprade (EU-Abgeordneter des Front National), Jelena Misulina (Duma-Abgeordnete, Vordenkerin eines homophoben Gesetzes), Levan Vasadze (russisch-georgischer Politiker), John Gudenus (FPÖ-Politiker), Brian Brown (Chef der „Nationalen Organisation für die Ehe“) aus den USA, Antonio Brandi (Präsident der italienischen Antiabtreibungs-Organisation „ProVita“) oder die katholische Antifeministin Gabriele Kuby aus Deutschland. Veranstalter des Treffens war u.a. eine Stiftung des russischen Eisenbahnchefs Wladimir Jakunin.
Forum Mehrkindfamilien
BILD: Ausriss aus dem rechten Magazin „eigentümlich frei“, April 2015

Jakunin nahm auch als Referent am 22. November 2014 in Berlin an der Konferenz des rechtspopulistischen Magazins COMPACT mit dem Titel „Frieden mit Russland – Für ein souveränes Europa” teil.
Es handelt sich also bei Jakunin um einen Putin-Getreuen, der in einer Art inoffizielle Außenpolitik versucht in der EU die (extrem) rechten SympathisantInnen von Putin zu sammeln. Diese werden zumeist durch Nationalismus und Antiamerikanismus zu ihrer Sympathie mit Putin motiviert.
Auch Frohnmaier lässt das in seinem Bericht über die Veranstaltung in Paris erkennen:

Es ist die Aufgabe der konservativen Kräfte Europas, insbesondere derjenigen Deutschlands und Frankreichs, die Prinzipien der Souveränität und Identität in unseren Nationen wieder zu etablieren um sie gemeinsam zum Fundament der europäischen Selbstbestimmung zu erheben. […] Die USA müsse unbedingt davon abgehalten werden in unserer Weltregion noch mehr Chaos und Leid zu stiften.