reaktionäre Abschnitte im neuen JU-Landesprogramm für 2016

Die „Junge Union“ in Baden-Württemberg, Jugendorganisation der CDU, hat am 28. März 2015 unter dem Titel „Zurück an die Spitze“ ein eigenes Wahlprogramm zur Landtagswahl 2016 beschlossen. Darin finden sich auch zwei reaktionäre Abschnitte, die auf den Druck der Konkurrenz von rechts, der AfD, zurückgeführt werden können. Das illustriert wie die AfD Diskurse beeinflussen kann.
JU-Landesprogramm BaWü 2016
Zum Bildungsplan-Entwurf heißt es in dem JU-Programm:

Der Bildungsplan muss weiterhin klare Lernziele vorgeben. Der offene Dialog mit Hochschulen und Wirtschaftsverbänden ist dabei unabdingbar, um die schleichende Entwertung aller Abschlüsse aufzuhalten. Eine ideologische Überfrachtung des Bildungsplans ist abzulehnen, da sie von inhaltlichen Fragen ablenkt. Nach einem Regierungswechsel ist der Bildungsplan in diesem Sinne neu zu fassen.

(Seite 12)

Zum Thema Genderforschung heißt es:

Wir fordern, Lehrstühle, die sich mit Genderforschung beschäftigen, nicht länger zu finanzieren. Diese sogenannte Forschung ist nichts anderes als knallharte Ideologie ohne Wissenschaftlichkeit. Die frei werdenden Finanzmittel sollen zur Verbesserung echter universitärer Lehre genutzt werden.

(Seite 13)