Rechter Text von rechten Autoren bei AfD-Ortsverband Böblingen / Sindelfingen

Auf der Facebook-Präsenz des AfD-Ortsverband Böblingen / Sindelfingen wurde am 13. Juli 2015 ein Text mit dem Titel „Der große Austausch“ gepostet. Bereits die Überschrift erinnert an die aktuelle Kampagne gleichen Namens der extrem rechten „Identitären Bewegung“. Diese fabuliert von einem geplanten Austausch der Bevölkerung durch Einwanderung. Selbst Menschen, die hier geboren sind, werden nach der rassistischen Logik der „Identitären“ zu „Ausländern“.
In ähnlich rassistischer Manier heißt es in dem Text:

Jeder sieht es. Jeder hört es. Jeder fühlt es.
In Stuttgart und in den Städten und Gemeinden um uns herum wird zunehmend nicht mehr nur deutsch oder schwäbisch gesprochen. Fremde Laute und Menschen mit anderer Hautfarbe und Gebräuchen sind nicht mehr zu übersehen oder zu überhören. In Sammelunterkünften kommt es zu gewalttätigen Konflikten, über den Kopf der „Eingeborenen“ werden Gartenparzellen oder Häuserzeilen von den Regierenden fitgemacht für die Übernahme durch Asylsuchende.
Die Kriminalität nimmt zu.
Entgegen den Verlautbarungen der Gutmenschen und Wilkommenskultur-Befürworter ist das nicht die schöne, neue, bereichernden Welt von „Multikulti“. Nein, es handelt sich um einen geplanten Übergang: das Ziel ist der große Austausch. Der Austausch der „eingeborenen“Bevölkerung gegen neue, junge, aktive und bunte Ausländer, die gekommen sind, um zu bleiben.
Das von Regierung, Wirtschaftsverbänden, Kirchen, Gewerkschaften, Medien und Lobbyisten hochgejubelte angeblich notwendige Bevölkerungswachstum wird seit vielen Jahren nur durch zugereiste Ausländer gewährleistet. Mit attraktiven Sozialleistungen ködert man Scheinasylanten und läßt die Einheimischen dafür bluten.
Widerstand wird mit der immer tauglichen „Nazikeule“ plattgemacht.
Demographische Kurve und einhergehender „Pillenknick“ haben zusammen mit einer durch den Bevölkerungsimport einhergehenden Islamisierung weiter Teile der Einwanderer dafür gesorgt, daß die Deutschen bei Fortführung dieser irrsiinngen Poltik schon in wenigen Jahrzehnten zur Minderheit im eigenen Land werden.
Passend dazu wird von einer kleinen, aber lauten Minderheit, die Homo-Ehe propagiert.
Der französische Romancier Jean Raspail hat in seinem prophetischen Roman „Das Heerlager der Heiligen“ bereits 1973 (!!) das Szenario dieses Wahnsinns vorausgesehen.
Es ist erschütternd, in welchem Maße die Zeitgeist-Surfer in Politik und Medien unsere in vielen Jahrhunderten gewachsene abendländische Kultur auf den Müllhaufen der Geschichte werfen.
Es ist Widerstand geboten !

So ein Text könnte auch auf der Homepage einer Nazi-Kameradschaft stehen. Er steht aber auf der Homepage einer AfD-Untergliederung. Verfasst hat ihn Steffen Ernle aus Waldenbuch. Ernle war 1999 bis 2001 Vorstandsvorsitzender des ultrarechten „Cannstatter Kreis“, war Funktionär der christlich-fundamentalistischen Partei „Christliche Mitte“ und war oder ist aktiv im deutschnationalen Andreas-Hofer-Bund. Er bewegte sich auch im Umfeld der „Konservativen Aktion Stuttgart“. Er schrieb früher für das neofaschistische Magazin „Nation und Europa“ und tauchte auch schon als Autor des „Mitteilungsblatts“ der Piusbruderschaft auf.