Archiv für Oktober 2015

AfD-Landesparteitag in Horb

Die „Stuttgarter Nachrichten“ berichtet:

„Beim Landesparteitag in Horb hat der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland Kanzlerin Merkel für ihre Asylpolitik scharf kritisiert und sie dazu aufgefordert, die Grenzen zu Deutschland zu schließen. Die Mitglieder wählten Landessprecher Jörg Meuthen zum Spitzenkandidaten.
Mit der Flüchtlingskrise als zentrales Wahlthema will die rechtskonservative Alternative für Deutschland (AfD) im März 2016 in den baden-württembergischen Landtag einziehen. Die Mitglieder wählten beim Landesparteitag in Horb am Neckar (Kreis Freudenstadt) Landessprecher Jörg Meuthen zum Spitzenkandidaten.
[…] In Deutschland entstehe durch den Zustrom von Flüchtlingen irreversibler Schaden, der Tag für Tag größer werde.
Im Entwurf des Wahlprogramms fordert die Südwest-AfD eine Änderung des Grundrechts auf Asyl. Es solle durch ein Bundesgesetz eingeschränkt werden. […]
Bundesvorstand Alexander Gauland forderte, die Grenzen nach Deutschland zu schließen. „Frau Merkel hat uns nicht gefragt, als sie die Grenzen öffnete. Wir wollen nicht, dass sich unser Land verändert und wir wollen nicht, dass sich Deutschland in einem Strom fremder Menschen auflöst.“ Gauland warf Merkel vor, wie kein anderer Kanzler zuvor ihren Amtseid verletzt zu haben, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.
[…] Meuthen wies den Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit in der AfD empört von sich. Angesichts der Diskussion um rechtsextreme Äußerungen von AfD-Funktionären forderte Meuthen von den Mitgliedern „Maß und Mitte, statt mit schrillen Tönen und lächerlichen Aktionen zu agieren“.
Ein Einzug der AfD in den Stuttgarter Landtag würde nach Meuthens Überzeugung ziemlich sicher das Ende der grün-roten Landesregierung bedeuten. Seine Partei strebe keine Koalition an, sondern wolle eine starke Opposition sein.“

AfD-Aktivistin spricht bei rassistischer Demo in Öhringen

Am 17. Oktober 2015, fand in Öhringen bei Heilbronn erneut eine rassistische Kundgebung gegen die weitere Aufnahme von Geflüchteten in Öhringen statt. In der „Heilbronner Stimme“ wird über eine AfD-Aktivistin als Rednerin berichtet:

„Heidi Förnzler aus Kupferzell, die zuvor am Stand der AfD in der Fußgängerzone gestanden hatte, griff ebenfalls zum Mikro und sagte: „Unsere Regierung arbeitet für Konzerne. Das ist das Problem“.“

Karlsruher KARGIDA-Anmelder ist seit zwei Jahren AfD-Mitglied

„Karlsruhe gegen Rechts“ hat einer Dokumentation über KARGIDA mit ausgewählten Zitaten des PEGIDA-Ablegers in Karlsruhe veröffentlicht. Laut einem darin zu findenden Zitat bestätigt der KARGIDA-Anmelder Thomas Rettig am 17. Mai seine AfD-Mitgliedschaft:

„Seit 2010 veranstalte ich einmal im Monat eine Diskussionsrunde, die nennt sich ‚Tea-Party Karlsruhe‘, in meiner Wohnung, einmal im Monat. Ich bin seit zwei Jahren AfD-Mitglied, aber ohne Funktion. Deswegen ist es auch kein Problem, dass ich hier der Organisator bin.“

(Über sich selbst – Thomas Rettig am 19.05.2015)

Inspiration aus dem FPÖ-Wahlkampf

Markus Frohnmaier aus Tübingen, Bundesvorsitzender der „Jungen Alternative“ und Kandidat im Wahlkreis 54 (Villingen-Schwenningen), verkündet für die Landtagswahl in Baden-Württemberg eine „Märzrevolution“. Ganz offenbar ist diese vollmundig angekündigte konservative Revolution inspiriert vom Wiener FPÖ-Wahlkampf.
FPÖ und JA

AfD-Mitglied aus Freiburg als Redner auf der homophoben „Demo für alle“

Queer.de berichtet über den Auftritt von Andreas Schumacher in Freiburg:

AfD-Politiker waren dennoch anwesend. Andreas Schumacher vom Bundesvorstand der „Jungen Alternative“ redete sich in ziemlich publikumswirksame Rage gegen Gender-Lehrstühle, die Millionen an Steuergeldern kosteten. Jährlich fehlten Deutschland zum Fortbestand 400.000 Kinder, daher müsse man für „gesunde Familien“ kämpfen, für „gesunde Kinder“, für eine Zukunft des Landes. Das gehe nur mit einer Ehe aus Mann und Frau. Die Gender-Ideologie sei gegen die Natur und gegen die Wissenschaft, meinte auch Anette Schultner von den „Christen in der AfD“. Es dürfe „keine Toleranz für gesellschaftliche Experimente“ geben, keine „Manipulation“ der Kinder.