AfD-Landesparteitag in Horb

Die „Stuttgarter Nachrichten“ berichtet:

„Beim Landesparteitag in Horb hat der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland Kanzlerin Merkel für ihre Asylpolitik scharf kritisiert und sie dazu aufgefordert, die Grenzen zu Deutschland zu schließen. Die Mitglieder wählten Landessprecher Jörg Meuthen zum Spitzenkandidaten.
Mit der Flüchtlingskrise als zentrales Wahlthema will die rechtskonservative Alternative für Deutschland (AfD) im März 2016 in den baden-württembergischen Landtag einziehen. Die Mitglieder wählten beim Landesparteitag in Horb am Neckar (Kreis Freudenstadt) Landessprecher Jörg Meuthen zum Spitzenkandidaten.
[…] In Deutschland entstehe durch den Zustrom von Flüchtlingen irreversibler Schaden, der Tag für Tag größer werde.
Im Entwurf des Wahlprogramms fordert die Südwest-AfD eine Änderung des Grundrechts auf Asyl. Es solle durch ein Bundesgesetz eingeschränkt werden. […]
Bundesvorstand Alexander Gauland forderte, die Grenzen nach Deutschland zu schließen. „Frau Merkel hat uns nicht gefragt, als sie die Grenzen öffnete. Wir wollen nicht, dass sich unser Land verändert und wir wollen nicht, dass sich Deutschland in einem Strom fremder Menschen auflöst.“ Gauland warf Merkel vor, wie kein anderer Kanzler zuvor ihren Amtseid verletzt zu haben, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.
[…] Meuthen wies den Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit in der AfD empört von sich. Angesichts der Diskussion um rechtsextreme Äußerungen von AfD-Funktionären forderte Meuthen von den Mitgliedern „Maß und Mitte, statt mit schrillen Tönen und lächerlichen Aktionen zu agieren“.
Ein Einzug der AfD in den Stuttgarter Landtag würde nach Meuthens Überzeugung ziemlich sicher das Ende der grün-roten Landesregierung bedeuten. Seine Partei strebe keine Koalition an, sondern wolle eine starke Opposition sein.“