Tübingen: evangelikaler Hassprediger bei der AfD

Das „Schwäbische Tagblatt“ berichtet :

Im Vorgriff auf die Landtagswahl in rund vier Monaten hat der AFD-Kreisverband Tübingen für Dienstag den überaus umstrittenen evangelikalen Prediger Jakob Tscharntke eingeladen.
In seinen Gottesdiensten wirft der Riedlinger Freikirchler Kanzerlin Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik „bandesmäßiges Schleusertum“ vor, predigt, dass „die derzeitige Massenzuwanderung nur in ganz geringem Maße mit Asyl zu tun hat“ und berichtet der Gemeinde minutenlang etwa von den Interessen der „Asylindustrie“ und „in Läden eindringenden Flüchtlingshorden“, die „nicht Einzelteile, sondern turmhoch gefüllte Einkaufswagen“ klauen.
Theologisch will Tscharntke unter anderem das Gebot der Nächstenliebe nur auf persönliche Begegnung begrenzt sehen – nicht aber auf die derzeit vielen Menschen, die „zum Teil gewaltsam in unser Land einfallen“.
Selbst aus Syrien sieht der Prediger weniger Kriegsflüchtlinge als viel mehr „Wohlstandtouristen“ kommen. Im Vereinsheim des TSV Öschingen redet Tscharntke am morgigen Dienstag ab 19.30 Uhr. Die Tübinger AFD meldet, sie freue sich auf „einen sicherlich hochinteressanten Vortragsabend“.