Archiv für November 2015

Tübingen: evangelikaler Hassprediger bei der AfD

Das „Schwäbische Tagblatt“ berichtet :

Im Vorgriff auf die Landtagswahl in rund vier Monaten hat der AFD-Kreisverband Tübingen für Dienstag den überaus umstrittenen evangelikalen Prediger Jakob Tscharntke eingeladen.
In seinen Gottesdiensten wirft der Riedlinger Freikirchler Kanzerlin Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik „bandesmäßiges Schleusertum“ vor, predigt, dass „die derzeitige Massenzuwanderung nur in ganz geringem Maße mit Asyl zu tun hat“ und berichtet der Gemeinde minutenlang etwa von den Interessen der „Asylindustrie“ und „in Läden eindringenden Flüchtlingshorden“, die „nicht Einzelteile, sondern turmhoch gefüllte Einkaufswagen“ klauen.
Theologisch will Tscharntke unter anderem das Gebot der Nächstenliebe nur auf persönliche Begegnung begrenzt sehen – nicht aber auf die derzeit vielen Menschen, die „zum Teil gewaltsam in unser Land einfallen“.
Selbst aus Syrien sieht der Prediger weniger Kriegsflüchtlinge als viel mehr „Wohlstandtouristen“ kommen. Im Vereinsheim des TSV Öschingen redet Tscharntke am morgigen Dienstag ab 19.30 Uhr. Die Tübinger AFD meldet, sie freue sich auf „einen sicherlich hochinteressanten Vortragsabend“.

AfD-Funktionärin postet Bild von Neonazi-Homepage

Wolle und Rock Nord
Carola Wolle aus Beilstein ist Beisitzerin im AfD-KV Heilbronn, Unterzeichnerin der „Erfurter Resolution“ und Kandidatin für die AfD zur Landtagswahl 2016 im Wahlkreis 61 (Hechingen/Münsingen).
Am 18. Oktober postete sie auf Facebook ein Bild mit einem Zitat des Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim. Ein genauerer Blick auf das Bild zeigt, dass es von der Facebook-Präsenz von „Rock Nord“ stammt. Wikipedia weiß zu „Rock Nord“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Rock_Nord):

Rock Nord war ein monatlich erscheinendes, rechtsextremes und neonazistisches Musikmagazin aus Nordrhein-Westfalen, das als führendes deutsches Rechtsrock-Magazin gilt. Es wurde von 1997 bis 2005 publiziert. Nach Eigenangaben wurde es in einer Auflage von 17.000 Exemplaren hergestellt. Das Magazin bezeichnete sich selbst als „patriotisches Magazin“, ist in der Neonazi-Szene jedoch nicht unumstritten, da es Vorwürfe gibt, dass die Themen Nationalismus und Patriotismus nur aus reinem Geschäftssinn und nicht aus Überzeugung verwendet würden. Aufgrund dessen gab es bereits Boykott-Aufrufe.[1][2] Heute existiert noch ein Online-Shop und ein Internetforum.

Junge Alternative Rems-Murr-Kreis sympathisiert mit Diktator Assad

JA Rems-Murr pro Assad
Die „Junge Alternative Rems-Murr-Kreis“ hat auf ihrer Internet-Präsenz einen kurzen Kommentar veröffentlicht, der ihre Sympathien mit dem syrischen Diktator Baschar al-Assad offenlegt. Darin heißt es u.a.: „Finger Weg von Syrien und Assad – Frieden und Freiheit dem syrischen Volk!
Obwohl das blutige Wüten der Mördertruppe des IS in letzter Zeit vor allem von den Medien thematisiert wurde, so gilt Assad als verantwortlich für die Mehrheit der bisher über 200.000 Bürgerkriegstoten in Syrien. Mit ihrer „Finger weg“-Forderung stellt sich der lokale JA-Ableger schützend vor einen Kriegsverbrecher.

Ersatzkandidat im Wahlkreis Leonberg war in christlich-fundamentalistischer Partei aktiv

Weidinger als AfD-Ersatzkandidat
Im Kreis Leonberg kandidiert ein Dr. Andreas Weidling aus Böblingen. Dieser war zuvor ein Kandidat der christlich-fundamentalistischen Kleinstpartei „AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, Christen für Deutschland“. Er war auch Böblinger Kreisvorsitzender und Mitglied im Landesvorstand der AUF-Partei. Zuvor war er ein Mitglied der CDU.

Streit unter Geschwistern: AfD versus Republikaner

Obwohl die AfD auch im Südwesten inzwischen als eine Art ‚Republikaner 2.0′ das Erbe der rechtspopulistischen Republikaner-Partei angetreten hat und lokal auch mit Republikaner-Funktionären zusammen gearbeitet wird, gab es Knatsch unter den RechtspopulistInnen.
Jörg Meuthen, einer der drei AfD-Landessprecher und stellvertretender Bundesvorsitzender, hatte sich gegen die Republikaner-Partei geäußert. Das gefiel dem Vorsitzenden der Reste der Republikaner, Ulrich Deuschle, gar nicht. In einer Pressemitteilung droht er : „Pauschale Diffamierungen lassen wir uns von niemandem gefallen“
Man würde nun gegen Jörg Meuthen rechtliche Schritte erwägen.