Rechte Konferenz in Villingen-Schwenningen mit AfD-Beteiligung

Am 14. Dezember 2015 organisierte Markus Frohnmaier aus Tübingen, Bundesvorsitzender der „Jungen Alternative“ und AfD-Landtagskandidat, in Villingen-Schwenningen eine „Konferenz zum Erhalt christlich-europäischer Werte“ teil . Neben Frohnmaier traten folgende Personen auf:
* Prof. Dr. Lothar Maier, Sprecher des AfD-Kreisverbandes in Stuttgart. Er verglich Oberbürgermeister Fritz Kuhn 2015 mit einem „DDR-Chefpropagandisten“.
* Sergije Karanović, Bischof der serbisch-orthodoxen Kirche für Mitteleuropa
* Miroslav Parović, Präsidentschaftskandidat der Partei „Drittes Serbien“ („Treća Srbija“), er war wie Frohnmaier am 23. April 2015 in Belgrad auf der Konferenz „Novi lideri Nove Evrope“ ein Referent gewesen
* Stefan Surlić, Dozent an der Universität Belgrad
* Kevork Almassian, politischer Analyst aus Syrien, trat bereits am 26. November 2015 auf einer Veranstaltung der „Jungen Alternative Berlin“ auf

Frohnmaier zitiert sich in Zusammenhang mit der Konferenz selbst mit den Worten:

„Der lokale Schützenverein wird abgelehnt, aber jeder kulturfremde Regentanz bejubelt!“

Im Veranstaltungsbericht heißt es:

„Zwischen den Referenten bestand Konsens, dass wir die gegenwärtigen Herausforderungen für die europäische Kultur nur gemeinsam lösen können. Eine christlich-europäische Wertegemeinschaft müsse letztlich Gemeinsamkeiten jenseits der Geographie betonen und von Lissabon bis Wladiwostok reichen.“

Die Betonung des geografischen Raums „von Lissabon bis Wladiwostok“ erinnert an das Eurasien-Modell des faschistischen Theoretikers Aleksandr Dugin, der dieses Gebiet unter russischer Vorherrschaft gegen ‚Amerikanismus‘ und Liberalismus in Stellung bringen will.
Interessanterweise hat Putin in einem Gastartikel für die „Süddeutsche Zeitung“ „die Gestaltung einer harmonischen Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok“ als Ziel skizziert.