Stellv. AfD-Landessprecher Marc Jongen an seiner Hochschule unter Druck

Der SWR berichtete in einem Beitrag vom 22. Dezember , dass Dr. Marc Jongen, das rechtsintellektuelle Aushängeschild der Südwest-AfD, an seinem Arbeitsplatz zunehmend auf Kritik stößt. Jongen ist akademischer Mitarbeiter an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung und war Assistent des inzwischen in Ruhestand gegangenen Rektors Peter Sloterdijk.
Brief Kritik an Jongen
In dem Beitrag heißt es:

„Kollegen der HfG kritisieren das, und auch auf Seiten der Studentenschaft wird protestiert. Jetzt haben einige Autoren der hochschuleigenen Schriftenreihe in einem offenen Brief gefordert, Marc Jongen als Herausgeber abzusetzen.
[…] Niemand will und kann Marc Jongen verbieten, Mitglied einer verfassungskonformen Partei zu sein, betonen auch seine Kritiker. Aber man sollte ihn nicht mit der Herausgeberschaft der hochschuleigenen Schriftenreihe betrauen, sagt Friedrich von Borries, Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, der sich deswegen zusammen mit acht weiteren Professoren und Autoren dieser Schriftenreihe in einem offenen Brief an das Rektorat der HfG gewandt hat:
„Da gibt es einen immanenten Zielkonflikt. Wenn wir uns an deutschen Hochschulen zum Beispiel für Gleichberechtigung und Gleichstellung einsetzen und dann jemand mit der prestigieusen Aufgabe betraut wird, der in seinem privatem politischen Engagement sagt: Wo Gleichstellung geschieht, ist die Gleichschaltung nicht weit, etc. Also das finde ich einfach skandalös!“ Friedrich von Borries
Von den Aussagen und Forderungen zum Thema Gleichstellung von Frauen, die Marc Jongen formuliert hat, distanziert sich auch die Gleichstellungsbeauftragte der HfG Karlsruhe, Barbara Kuon scharf.
[…] In der Studierendenschaft ist das parteipolitische Engagement von Marc Jongen dennoch ein viel diskutiertes Thema, sagt der ASTA der HfG Karlsruhe. Im Januar soll eine Vollversammlung einberufen werden, um die aktuelle Stimmung zu sondieren und über etwaige Protestaktionen zu beraten.“