„Liberale“ Zurückhaltung im Südwesten?

Aus einer lesenswerten Zusammenfassung bei dem SPD-nahen Informationsportal „Blick nach rechts“:

„Und die vorgeblich „Liberalen“ in der Partei? Jörg Meuthen, Ko-Vorsitzender neben Petry und einer der Vorsitzenden in Baden-Württemberg, gehört zu ihnen. Höcke rüffelte er öffentlich wegen der Störung seines Wahlkampfs im Ländle, vier Monate vor dem Urnengang. Mit Rücktrittsforderungen hielt er sich jedoch zurück. Die „Deutsche Presseagentur“ berichtete, gestützt auf Angaben aus AfD-Kreisen, Meuthen habe sich im Bundesvorstand sogar gegen Petrys Vorschlag ausgesprochen, Höcke direkt zur Niederlegung seiner Parteiämter aufzufordern. Ehemalige Parteifreunde würden vermuten, dass Meuthen drei Monate vor der Landtagswahl bewusst Rücksicht auf die Höcke-Anhänger in seinem eigenen Landesverband nehme, hieß es in der „Schwäbischen Zeitung“.
Meuthens Landesverband hat ein Programm zur Landtagswahl veröffentlicht. Darin heißt es, die „Völkerwanderung unter missbräuchlicher Berufung auf das Asylgrundrecht“ drohe „die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Grundlagen Deutschlands und Europas zu zertrümmern“, von einem „schrankenlosen Einwanderungswahn und der Willkommensdiktatur der Altparteien“ ist dort die Rede, davon, dass das Asylgrundrecht „von einer Zierde des Landes“ zur „akuten Gefahr für dessen Existenz geworden“ sei und davon, dass Merkel „Verpflichtungen gegenüber der Zukunft des eigenen Volkes unbekannt“ seien. „Wird dieser Zustrom nicht gestoppt, so ist das Ende der deutschen und europäischen Kultur besiegelt“, meint Baden-Württembergs AfD. Ganz anders würden das Pegida-Redner auch nicht formulieren.“