tschechischer Ex-Präsident Václav Klaus trat für die AfD in Stuttgart auf

Klaus bei der AfD in Stuttgart, Screenshot
Václav Klaus, ehemaliger tschechischer Ministerpräsident (1992 bis 1998) und ehemaliger tschechischer Staatspräsident (2003 bis 2013), trat unlängst in Stuttgart auf. Der Wirtschaftsliberale
ist ein bekennender Anhänger von Friedrich Hayek, Margaret Thatcher und Ronald Reagan.
Klaus machte in den letzten Jahren durch rechtspopulistische Töne und gute Kontakte nach Rechtsaußen auf sich aufmerksam. Für die AfD, mit der er sympathisiert („Ich würde die AfD wählen!“), trat er bereits mehrfach auf.
Außerdem traf er sich am 5. Mai 2015 mit Marine Le Pen, Chefin des „Front National“, und trat als Referent für die rechtspopulistische „Lega Nord“ und „Die Freiheitlichen Südtirol“ auf.

Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet kritisch über den Auftrutt von Klaus:

Die Hauptschuldige an der aktuellen Misere hat Vaclav Klaus auch ausgemacht. Es ist die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, die mit ihrer Willkommens-Politik dem taumelnden Europa einen „selbstmörderischen“ Bärendienst erwiesen habe.
„Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft der europäischen Zivilisation“, sagte Klaus im Schiller-Saal in der Stuttgarter Liederhalle.
[…] Doch Vaclav Klaus nahm kein Blatt vor den Mund. Er vermutet eine Verschwörung, eine Art machtpolitisches Kalkül hinter der Zuwanderung. Sinn und Zweck der von ihm mit großer Freude gegeißelten EU-Eliten sei, den Zusammenhalt der bestehenden Gesellschaften Europas zu zerstören. Denn nur auf deren Trümmern könnten diese Politiker ihr „neues Europa“ aufbauen.
Vaclav Klaus mutmaßt, dass diese neuen Bürger den betroffenen Politikern angenehmer sein könnten als ihr bisheriges Volk. Er glaubt, dass die Befürworter der massiven Zuwanderung die „Erschaffung eines neuen Menschen“ versuchen würden – deshalb die Umerziehung, Manipulation und Indoktrinierung. Klaus: „Die Menschen in Europa sind heute schon so indoktriniert, wie wir es in der späten kommunistischen Ära waren.“