AfD buhlt um die Stimmen von SpätaussiedlerInnen

Auch in Baden-Württemberg versucht die AfD verstärkt russlanddeutsche SpätaussiedlerInnen im Wahkampf anzusprechen. Die MigrantInnen-Gruppe ist in den 1990ern Jahren verstärkt aus der ehemaligen Sowjetunion eingewandert. In Teilen ist diese Gruppe konservativ geprägt, hat – obwohl Russisch häufig die Familiensprache ist – ein deutschnationales Selbstverständnis und sieht sich von den Flüchtlingen bedroht. Daran versucht die AfD anzudockn. So heißt es in einer Ankündigung für eine AfD-Vortragsveranstaltung am 1. März im Gasthaus Brandeck in Offenburg:

„Da das zweite Vortragsthema von besonderem Interesse für unsere Spätaussiedler ist, die im Wahlkreis Lahr ein gutes Viertel der Bevölkerung ausmachen, würden wir uns freuen, auch aus dieser Gemeinde Gäste begrüßen zu dürfen. Herr Müller, der für einige Jahre für den deutschen Außenhandel in Moskau tätig war, wird gern im Anschluss an seinen Vortrag auch Fragen auf Russisch beantworten.“