Archiv für März 2016

Tolle Volksvertreterin: Carola Wolle weiß den Namen ihres Wahlkreises nicht

Die frisch gewählte AfD-Landtagsabgeordnete Carola Wolle kandidierte in zwei Wahlkreisen. Offenbar kennt sie sich von einem davon noch nicht einmal den korrekten Namen. Denn in einem Post auf Facebook schreibt sie konsequent von Hechingen-Münzingen statt von Hechingen-Münsingen, wie es korrekterweise heißen müsste:

„Liebe AfD-Wähler und Freunde der Demokratie,
liebe Parteifreunde,
liebe Gäste meiner FB-Seite,
mit einem riesen Erfolg und mit Bravour haben wir diese Landtagswahl – diese Feuertaufe bestanden.
Wie Sie ja wissen, bin ich selbst in 2 Wahlkreisen zur Wahl angetreten. Im Wahlkreis 20 Neckarsulm und im Wahlkreis 21 Hechingen-Münzingen. Es ist mir gelungen für beide Wahlkreise ein Mandat für die AfD zu erringen. In Neckarsulm mit 18,7 % und in Hechingen-Münzingen 16,1 %. Damit habe ich zu keiner Zeit gerechnet.“

Hechingen-Münzingen
Einmal kann es ja passieren, aber zweimal derselbe Fehler hintereinander lässt vermuten das Carola Wolle nicht einmal den Namen ihres Wahlkreises kennt. Peinlich, peinlich.

AfD-WählerInnen in Baden-Württemberg nach Konfession

Laut ARD/Infratest dimap wählten 15 Prozent der Protestant*innen AfD, während die AfD bei den Katholik*innen mit 13 Prozent unter Landesdurchschnitt blieb. Bei Konfessionslosen und Andersgläubigen kam die AfD dagegen sogar auf 19 Prozent.

rechte Bürgerwehr unterstützte AfD-Kandidaten Räpple im Wahlkampf

Der „Mittelbadische Presse“ berichtet unter dem Titel „Bürgerwehr Ortenau im Einsatz für AfD“ das Mitglieder der rechten „Bürgerwehr Ortenau“ Wahlkampf für den AfD-Abgeordneten Stefan Räpple Wahlkampf machten:

„Der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple und die »Bürgerwehr Ortenau« haben sich während des zurückliegenden Wahlkampfes stark angenähert. Nach Recherchen der Mittelbadischen Presse engagierten sich Bürgerwehr-Aktivisten in bislang unbekanntem Ausmaß für die AfD. Die Verbindungen gehen dabei weit über das Internet hinaus.
Stefan Räpple musste geahnt haben, dass er unter den Mitgliedern der Facebook-Gruppe »Bürgerwehr Ortenau« eifrige Helfer finden würde. Bereits mehrere Wochen vor der Landtagswahl am 13. März warb der damalige AfD-Kandidat der Wahlkreise Offenburg und Kehl in dem Internet-Forum um Unterstützung für seine Kampagne. Das zeigt die interne Kommunikation der Gruppe, auf welche die Mittelbadische Presse Zugriff hatte.
Am 21. Februar etwa stellte Räpple einen Aufruf zum Plakate-Kleben online. Am 25. Februar sowie am 10. März fragte er nach Freiwilligen, die Flyer verteilen. Die User konnten sich direkt bei Räpple oder in den Kommentarspalten melden. Wie zum Beweis für ihren Einsatz posteten einige Aktivisten Bilder, wie sie Flyer verteilen. Andere fotografierten stolz die zuvor aufgehängten Plakate.
Darüber hinaus suchte Räpple bei der Bürgerwehr nach »Ordnern beziehungsweise Bodyguards« für AfD-Wahlkundgebungen. Besonders im Fokus stand dabei neben einer in der Schillerhalle in Offenburg die »Abschluss-Gala« mit der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry in Bohlsbach am 12. März.
Dort kam es zu Unruhen im Saal, als Gegendemonstranten die Veranstaltung störten. Unter den Ordnern der AfD befanden sich auch Bürgerwehr-Aktivisten, wie aus der Facebook-Gruppe hervor geht.
[…] Nun bestätigte Stefan Räpple im Gespräch mit der Mittelbadischen Presse die Verbindung mit der Initiative. »Wenn diese die AfD unterstützen möchte, nehmen wir die Hilfe gerne an«, sagte Räpple. Die Bürgerwehr-Mitglieder feierten das Ergebnis der AfD am 13. März. Am Wahltag waren zahlreiche Aktivisten eigenem Bekunden nach als Beobachter bei der Auszählung in den Wahlkreisen Kehl und Offenburg dabei.
Zu viel Nähe zu dem umstrittenen Netzwerk will Räpple offenbar nicht aufkommen lassen. »Ich war bislang bei keinem Treffen der Bürgerwehr dabei«, sagte er. »Das werde ich auch künftig nicht.«“

Wechsel von CDU zu AfD-Absplitterung ALFA

Schon am 10. März 2016 vermeldete die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (ALFA) dass der Johan Zevenhuizen sich der AfD-Absplitterungspartei angeschlossen hat.
Der Manager war zuvor 14 Jahre lang Vorstandsmitglied des CDU-Wirtschaftsrates.

Das völkische Weltbild der AfD-Abgeordneten Baum

Die neue AfD-Abgeordnete Dr. Christina Baum aus Lauda-Königshofen schrieb in einem Leserbrief an die „Fränkischen Nachrichten“, der am 4. März 2016 veröffentlicht wurde:

„Sie, Herr Heidrich, als Vertreter einer grün/linken Ideologie, wollen Deutschland zu einem multikulturellen Vielvölkerstaat „umbauen“. Deshalb sollen auch die Kinder der Zuwanderer unsere eigenen ersetzen. Die Wähler können nun demokratisch am 13. März entscheiden, was ihr Wille ist.“