Evangelikaler empfiehlt die Wahl der AfD

Dr. Lothar Gassmann aus Pforzheim kandidierte als parteiloser Spitzenkandidat der christlich-fundamentalistischen „Partei Bibeltreuer Christen“ für die Wahl zum Europaparlament im Juni 2009. Zuvor war er in den 1980er Jahren bei der ÖDP, einer Rechtsabspaltung der Grünen aktiv. Aushilfsweise war er auch „Schriftleiter“ (Chefredakteur) des Blattes „Erneuerung und Abwehr“, Organ der nationalprotestantischen „Evangelischen Notgemeinschaft in Deutschland e.V.“.
Von 1993 bis 1997 lehrte Gassmann dann Dogmatik und christliche Apologetik an der evangelikal geprägten „Freien Theologischen Akademie“ in Gießen. Im Jahr 1996 gründete er eine eigene evangelikale Freikirche, die „Bibelgemeinde“ Pforzheim. Ab 2009 war er tätig für den „Christlichen Gemeinde-Dienst e.V.“ innerhalb der unabhängigen Gemeinde „Christen in Pforzheim“.

Auf dem antimuslimischen Hetzportal „PI-News“ erschien von Gassmann der am 7. März 2016 verfasste Text „Wen sollte ein Christ am Sonntag wählen? vom Evangelikalen Gassmann aus Pforzheim“. Darin schreibt er:

„Zur Zeit gibt es nur eine einzige Partei in Deutschland, die allen diesen Entwicklungen vehement entgegentritt (und in Wirklichkeit deshalb massiv bekämpft und verleumdet wird) und die zugleich eine Chance hat, in die Parlamente zu gelangen: die Alternative für Deutschland (AfD). Auch wenn ich nicht Mitglied dieser Partei bin und nicht alle ihre Inhalte und Aussagen teilen kann, so empfehle ich doch unter den gegenwärtigen bedrohlichen Umständen für unser Land, die Stimme der AfD zu geben. Es befinden sich viele überzeugte Christen in der AfD. Die AfD ist keine rechtsextreme, sondern eine bürgerlich-konservative Partei. Sie entspricht in ihrer Programmatik der CDU vor der Machtübernahme durch Angela Merkel.“