Sprecher der AfD-Ortenau verharmloste schon in den 1970ern die Pinochet-Diktatur

Wie bereits mehrfach berichtet hat Thomas Veigel, seit Juli 2015 Sprecher der AfD-Ortenau, eine Vergangenheit in dem rechtsradikalen „Hochschulring Tübinger Studenten“ (HTS). Ein älterer Bericht in dem spanischsprachigen Blatt „Chile-America“ Ausgabe September-Oktober 1977 berichtet von einem ‚Thomas Veigel‘.
Chile-Americo
Dieser war ein Jahr in Chile und wollte am 28. Januar 1977 nach seiner Rückkehr auf einer Veranstaltung mit dem Titel „Die Wahrheit über Chile“ über seine Erfahrungen dort sprechen. Dagegen gab es eine Antifa-Demonstration mit über 400 Leuten, an der auch das „Tübingen-Chile-Komitee“ teilnahm. Als die Veranstaltung begann, waren gerade mal Veigel und sieben Rechte anwesend, ansonsten waren im Publikum nur Gegner*innen, die Veigel laut dem Bericht wohl anfangs für seine Anhänger hielt. Veigel ließ man 20 Minuten sprechen und dann wurde die Veranstaltung unterbrechen. Laut dem Bericht sagte Veigel in diesen ersten 20 Minuten u.a.: „Die Menschen in den Konzentrationslagern [in Chile A. d. Ü.] werden genauso gut behandelt, wie die Mehrheit der Bevölkerung“. Dabei bezog Veigel sich auf ein Programm zur Ernährung von Kindern, welches er der Pinochet-Regierung zuschrieb, tatsächlich wurde es jedoch vom „Viktariat der Solidarität“ unterhalten.