Merkels Repräsentant bei den deutschen Evangelikalen geht in Konkurrenz zur AfD

Der baden-württembergische CDU-Bundestagsabgeordnete Volker Kauder aus Tuttlingen ist nicht nur offiziell Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, er fungiert inoffiziell auch als eine Art von CDU-Repräsentant unter deutschen Evangelikalen, also konservativen bis fundamentalistischen ProtestantInnen.
Obwohl er Merkels Kurs in der Flüchtlingsfrage stützte, machte Kauder immer wieder durch Positionen auf sich aufmerksam, die seinem konservativ-religiösen Überzeugungen entspringen. So lehnte er gemeinsame Gebete und religiöse Feiern mit Muslimen oder Angehörigen
anderer Religionen ab. Ebenso erteilte den Plänen für ein volles Adoptionsrecht von homosexuellen Paaren eine Absage, weil dies angeblich den Interessen von Kindern widersprechen würde.
Im Jahr 2012 veröffentlichte er das Buch „Verfolgte Christen – Einsatz für die Religionsfreiheit“ im christlichen Hänssler-Verlag in Stuttgart, in dem auch Bücher erschienen sind, in denen Homosexualität als heilbare Krankheit dargestellt wird.
Ebenso positionierte er sich gegen Schwangerschaftsabbrüche („Als Christ bin ich gegen Abtreibungen, außer im Fall einer Vergewaltigung.“).
Als Referent trat er u.a. für den „Wertekongress christlicher Führungskräfte“ (2011) oder auf der Konferenz der evangelikalen „Deutschen Evangelischen Allianz“ (DEA) in Bad Blankenburg (2011) zum Thema „Christenverfolgung“ auf.
Kauder gegen Gender
BILD: Screenshot PRO-Magazin, PDF-Version

Nur einen Tag vor dem AfD-Bundesprogrammparteitag in Stuttgart forderte Kauder nun eine verstärkte Beobachtung von Moscheen in Deutschland.
Offenbar versucht Kauder am rechten und christlichen Rand ein paar Stimmen für seine Partei zurückzugewinnen.
Natürlich gibt es in der muslimischen Minderheit Deutschlands fundamentalistische, sprich islamistische Tendenzen. Aber wer die Muslimbrüder beobachten lässt und die Piusbruderschaft nicht, die/der offenbart damit eine Motivation, die nicht religiösen Fundamentalismus an sich als Problem betrachtet.


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