Über Gedeons Gewährsmann: den antisemitischen Verschwörungsideologen Johannes Rothkranz

Der AfD-Landtagsabgeordnete schrieb 2012 in seinem Buch „Der grüne Kommunismus“ das „die Schriften von J. Rothkranz über das II. Vatikanische Konzil“ seinen „Blick weiter geschärft“ hätten.
Gedeons Bezug auf Rothkranz
Doch wer ist dieser „J. Rothkranz“? Es handelt sich um den Verschwörungsantisemiten Johannes Rothkranz. Das Online-Lexikon Wikipedia schreibt zu Rothkranz:

„Johannes Rothkranz ist ein rechtsextremer sedisvakantistisch-katholischer Theologe aus Deutschland.“

Weiter heißt es auf Wikipedia:

„Freimaurer und Zionisten sind für ihn die eigentlichen Drahtzieher des kirchlichen und weltlichen Geschehens. Um seine Verschwörungstheorie zu stützen, greift er in seinen zahlreichen Veröffentlichungen gelegentlich auch auf Quellen aus dem Bereich des Geschichtsrevisionismus zurück. In seinem mehrbändigen Werk Die Protokolle der Weisen von Zion – erfüllt! nutzt er Versatzstücke einer in Deutschland seit 2001 indizierten antisemitischen Fälschung und Hetzschrift, der sogenannten Protokolle der Weisen von Zion.
[…] In seiner Broschüre Wußten Sie schon …? benutzt Rothkranz als Quellen Werke und Zitate von Holocaustleugnern wie Richard Harwood und David Irving und verweist auf das revisionistische Institute for Historical Review.
Rothkranz nutzt verschwörungstheoretische und antisemitische Denkmuster, indem er von einer mächtigen Organisation spricht, die seit langer Zeit die Weltherrschaft unter antichristlichen Vorzeichen an sich reißen wolle. Es handele sich dabei um das „organisierte Judentum“ und seine vielen Hilfsorganisationen, als deren bedeutendste die 1717 gegründete Großlogen-Freimaurerei zu gelten habe. Man habe es mit der „Synagoge Satans“ zu tun, einer Organisation, welche die Zahl 666 verbreiten wolle, um die Menschheit zu unterjochen.“