Die AfD-Landtagsabgeordnete Christina Baum produziert ein Gerücht

Das Informationsportal „Mimikama“ schrieb am 2. Juni 2016 in einem Bericht mit der Überschrift „Muslime versteigern Frauen auf offener Straße? Unsinn!“ wie die baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Christina Baum eine Protest-Theater-Aktion mit der Realität verwechselte. In ihrem Rassismus sind die Menschen offenbar bereit alles zu glauben, was ihre Vorurteile bestätigt. Auf „Mimikama“ heißt es:

„“Britains First” und eine Landtagsabgeordnete des Landes Baden-Württemberg prangern eine Frauenversteigerung auf offener Straße an. Beide begehen dabei jedoch einen grundlegenden Fehler: sie schauen nicht auf die Herkunft und den Sinn des Videos. Wäre jedoch sinnvoll gewesen.
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Das Video zeigt einen “Rädelsführer”, der in ein Megaphon brüllt. Hinter ihm sieht man eine Gruppe von Frauen stehen, vollständig bedeckt und miteinander verkettet. “Wir haben vier Frauen für Sie heute hier,” schreit der Mann, “und wir sind hier, um sie mit freundlicher Genehmigung des Islamischen Staates zu verkaufen.”. Doch haben wir es hier mit einer echten Versteigerung von Frauen auf den Straßen Londons zu tun?
Nicht allein in England sind augenscheinlich die Hintergründe dieser Versteigerung unbekannt: auch in Deutschland gilt augenscheinlich Nachholbedarf dafür, wie man mit Videos und Bildern umgeht. Auch deutsche Politiker sollten ein wenig mehr Sorgfalt ausüben, wenn es um die Analyse von Inhalten geht.
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Wir schaffen Klarheit!
Liebe Seite Britain First, liebe Frau Dr. Baum, es handelt sich hierbei um keine echte Versteigerung, sondern genau um das Gegenteil. Dieses Video zeigt eine Protestveranstaltung gegen den IS vom 14. Oktober 2014 in London, bei der auf das Schicksal junger Frauen aufmerksam gemacht werden sollte, die als Sexsklavinnen im IS verkauft werden. Es ist also ein gestellter “Islamic State sex slave market”, so im Original. Die BBC hatte seinerzeit ausführlich darüber berichtet […]”