Meuthen ohne ausreichend Rückhalt in seiner Fraktion

Meuthens Machtfrage
Wie Medien berichten verfehlte Meuten bei einer Probeabstimmung die notwendige 2/3-Minderheit in seiner Fraktion, um den Antisemiten Wolfgang Gedeon auszuschließen. Nötig wären 16 der 23 Stimmen gewesen, er bekam aber nur zehn Stimmen für sein Vorhaben. 12 Abgeordnete scheinen also mit Gedeons antisemtischen Tiraden kein Problem zu haben. Laut „Stuttgarter Zeitung“ wandten sich sogar neun Abgeordnete

„ausdrücklich gegen einen Ausschluss von Gedeon: Man müsse zusammenhalten, argumentierten sie. Wenn man Gedeon nun fallen lasse, würde dies die Medien zudem ermutigen, auch bei anderen AfD-Abgeordneten nach skandalösen Behauptungen zu suchen.“

Der gerne mal als Israelfreund auftretende AfD-Landtagsabgeordnete Fiechtner attestierte Gedeon bereits kein Antisemit zu sein.
Ähnlich wie Bernd Lucke wirft Meuthen nun sein persönliches Ansehen in den Ring, um seine Linie auch unter den Rechten durchzusetzen, die er selber mit hochbrachte. Meuthen drohte:

„Wenn meine Fraktion mir hier nicht folgt, muss und werde ich den Fraktionsvorsitz niederlegen und die Fraktion verlassen“.

Die ultrarechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ schlägt sich dagegen in ihrer aktuellen Ausgabe auf Meuthens Seite, den sie bereits im Wahlkampf protegiert hatte.
Gedeon betonte kein Antisemit zu sein, bezeichnete sich aber auf seiner Homepage als „dezidierten Antizionisten“.
Selbst wenn Meuthen sich doch durchsetzen würde, so droht der Fraktion doch mehr als der Verlust eines Abgeordneten. Laut einem Fraktionsinsider werden in diesem Fall mit ihm noch mindestens zwei weitere Abgeordnete die Fraktion verlassen.
Auch der Rest wird diese Zwangsdisziplinierung wohl nicht so schnell vergessen.