AfD Stuttgart stellt sich hinter ihren verurteilten Kollegen

Die AfD-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat stellt sich hinter ihren Kollegen Bernd Klingler, der unlängst verurteilt worden war. Daraufhin forderten die anderen Fraktionen und Gruppierungen im Stuttgarter Gemeinderat Klingler zum Mandatsverzicht auf. In einer Erklärung, die noch einmal die in der AfD vorherrschende Wagenburg-Mentalität illustriert, wird das abgelehnt.
Konkret steht in der Stellungnahme u.a.:

„2. Die Fraktion weist mit aller Schärfe die Behauptung zurück, Bernd Klingler hätte Gelder seiner vormaligen Fraktion veruntreut. Auch das durch schwere Mängel gekennzeichnete bisherige Gerichtsverfahren ergab, dass in der Fraktionskasse kein Cent fehlte und das Kassenbuch lückenlos im Rathaus geführt wurde. Der Zeuge Dr. Glinder vom Rechnungsprüfungsamt sagte am ersten Verhandlungstag aus, dass Bernd Klingler gegen das Kassenrecht des Landes Baden-Württemberg nicht verstoßen hat. Er führte weiter aus, dass laut § 94 der Baden-Württembergischen Kassenordnung die Aufteilung in zwei Kassen rechtens ist. Bernd Klingler hatte als damaliger Kassenführer als einziger Zugriff auf die Kasse, sodass der Fraktion immer ein voller Zugriff zu allen Geldern möglich war.
3. Das nicht rechtskräftige Urteil des Amtsgerichts Bad Cannstatt muss als Fehlurteil eingestuft werden“
Fiechtner, AfD-Stadtrat und -Landtagsabgeordneter, sprach am 30. Juni 2016 beim ersten Sommerfest seiner Ratsfraktion sogar von einer „gemeinsamen Sache der Blockparteien gegen Klingler“

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