Schlichtung gescheitert

Am 15. Juli trafen sich je fünf AfD-Abgeordnete vom Meuthen- und vom Anti-Meuthen-Flügel, um eine Einigung im Streit und eine Wiedervereinigung der AfD im Landtag zu erreichen. Beim Folgetreffen am 17. Juli wurde ein Konsenspapier mit der Überschrift „Eckpunkte zur Neu-Aufstellung der AfD-Fraktion“ mit fünf Punkten verabschiedet. Dieses wurde sowohl von der AfD-Rumpffraktion (Anti-Meuthen-Flügel) als auch von fünf bis acht der Meuthen-Getreuen (Dr. Rainer Balzer, Stefan Herre, Dr. Heinrich Kuhn, Dr. Rainer Podeswa, Carola Wolle) unterzeichnet.
Mehrere Medien berichten nun aber das der Versöhnungsprozess gescheitert sei.
Nach der einen Version lehnte der Anti-Meuthen-Flügel ein Schlichtungsgespräch mit Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel als Vermittlerin ab. Eventuell weil Weidel als Kronprinzessin Meuthens für die Bundestagswahl 2017 und somit als potenzielle Konkurrentin von Frauke Petry gilt.
Andere Spekulationen führen dahin, dass die achtköpfige Rest-AfD-Landtagsfraktion versucht weiter Mitglieder vom Meuthen-Flügel zu einer Rückkehr zu bewegen und so den Machtkampf zu ihren Gunsten zu entscheiden.
Nach der Version der AfD-Rumpffraktion (Anti-Meuthen-Flügel) schlug dagegen Meuthen ein für den 19. Juli geplantes Treffen aus.
Meuthen ist Schuld
Die AfD-Rumpffraktion (Anti-Meuthen-Flügel) wird von der Bundesvorsitzenden Frauke Petry protegiert. Die von der Rumpffraktion abgespaltene Fraktion „Alternative für Baden-Württemberg“ (Meuthen-Flügel) veröffentlichte kürzlich auf Twitter einen Tweet, der Frauke Petry „Abgründe an Heuchelei“ vorwarf. Der Tweet wurde inzwischen wieder gelöscht.
Tweet gegen Petry
Da die Versöhnung auf Verhandlungsweg gescheitert ist, wird nun eine Lösung durch eine Neuwahl auf einer Klausurtagung anvisiert. Für den 14. August ist deswegen eine Sondersitzung des Parteikonvents geplant. Der Parteikonvent besteht aus 55 Mitgliedern, dem Bundesschatzmeister und vier weitere Bundesvorständen, sowie 50 VertreterInnen der Landesverbände.