Archiv für Dezember 2016

Jongen erneut als Referent bei neurechten thinktank angekündigt

Jongen erneut als IfS-Referent
Für den 17. Februar 2017 ist in Schnellroda bei der 17. Winterakademie des neurechten thinktanks erneut Dr. Marc Jongen als Referent angekündigt. Diesmal soll er zum Thema „Thymosspannung“ sprechen.
Jongen zur IfS-winterakademie

Udo Stein und Katehon

Die Facebook-Präsenz des AfD-Landtagskandidaten Udo Stein schmückt seit geraumer Zeit ein Bild von ihm mit einem Aufsteller von „Katehon“.
Udo Stein und Katehon
Stein schrieb dazu am 27. Juli 2016 auf seiner Facebook-Präsenz:

„Heute gab ich ein Interview für die unabhängige Organisation „Katehon Think Tank“ (Katehon.com).
Ziel dieses unabhängigen Netzwerkes, bestehend aus einer Vielzahl an unterschiedlich spezialisierten Personen, ist es, die geopolitischen und geostrategischen Gegebenheiten kritisch zu begleiten und die Bevölkerung darüber zu informieren.
Ich bedanke mich ausdrücklich für das Interview und finde, dass wir in Zukunft, vor allem über nationale Grenzen hinweg, viel mehr Miteinander statt Übereinander reden sollten. Insbesondere in Bezug auf unser aktuelles Verhältnis mit Rußland. Nur so können wir gemeinsam in einem anzustrebenden „Europa der Vaterländer“ die sich aktuell stellenden gewaltigen Aufgaben lösen.“

Was Stein nicht erwähnt, ist das an dem 2015 gegründete „Katehon Think Tank“ der russische Faschist Alexandr Dugin beteiligt ist. Auf „Katehon“ erschienen auch Beiträge von extremen Rechten aus dem deutschsprachigen Raum, etwa von Dirk Taphorn, Martin Lichtmesz oder Manuel Ochsenreiter.

Anja Markmann sieht Heidelberg „auf dem Weg in den Sozialismus“

Die Heidelberger AfD-Stadträtin Anja Markmann schrieb im Stadtblatt 48/2016 unter der Überschrift „Auf dem Weg in den Sozialismus“:

„Letzte Woche wurde im SEVA-Ausschuss die Satzung über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum mit rot-links-grüner Mehrheit durchgewinkt. Wohin treibt uns das? Es ist vor allem der Respekt vor Privateigentum, der uns vom Sozialismus unterscheidet. Mit dem Verbot wird der kleine Bürger, der sich sein Wohneigentum hart erarbeitet hat, über Gebühr bevormundet.“

Die Abgeordnete Claudia Martin verlässt die AfD

Claudia Martin, Jahrgang 1970, aus Walldorf wurde im Wahlkreis Wiesloch für die AfD mit 18,6% in den Landtag gewählt. Die Erzieherin in einem Walldorfer Kindergarten stammt aus dem sächsischen Erzgebirge und zog 1994 in die Rhein-Neckar-Region.
Claudia Martin tritt aus
Nun hat Martin laut Medien-Meldungen die AfD-Fraktion verlassen. Diesen Schritt begründete sie gegenüber der FAZ mit dem systemfeindlichen Oppositionskurs, dem Desinteresse an Sachpolitik und der starken Tendenz zu rechtsextremen Auffassungen innerhalb der Fraktion.
Die FAZ gegenüber sagte sie:

„Bei der AfD gibt es Papiere in den Schubladen, die sind krasser als das, was die NPD früher wollte.“

Die FAZ berichtet weiter:

In einem Papier, das nach Auskunft von Frau Martin der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Emil Sänze mit in Auftrag gegeben haben soll, wird vorgeschlagen, Asylbewerber in Sonderlagern zu kasernieren und sie dort als Aufbauhelfer für die Rückkehr in ihre Heimat vorzubereiten. […] In einer Kurzfassung des Papiers („fit for return“), das der F.A.Z. vorliegt, heißt es: Asylbewerber sollten in „Communities“ auf ihre Rückkehr vorbereitet werden. „Die Einwohner haben eingeschränkte Grundrechte. Betroffen sind aus dem Grundgesetz unter anderem Artikel 2 (freie Entfaltung) und 3 (Gleichbehandlung) und 11 (Freizügigkeit).“ Es sollten „ethnisch homogene“ Gruppen gebildet werden, Ziel des Programms müsse es sein, statt einer „voreiligen Integration“ von Asylbewerbern diese auf ihre Rückkehr in ihr Herkunftsland vorzubereiten. „Eine echte Integration von hunderttausenden Flüchtlingen in Deutschland ist in kurzer Zeit nicht möglich und schadet sowohl Deutschland als auch den Herkunftsländern.“

In einer ersten Stellungnahme der AfD- Fraktion „zum Fraktionsaustritt von Claudia Martin“ wird Claudia Martin aufgefordert, „ihr Mandat niederzulegen“ und behauptet „Abgeordnete war offensichtlich von der parlamentarischen Arbeit überfordert“.
Der Fraktionsvorsitzende Meuthen stichelt weiter:

„Zur politischen Arbeit gehören jedoch sowohl Fleiß auch Kompromissfähigkeit; beides hat Frau Martin vermissen lassen.“

Ex-Funktionär von „Die Freiheit“ im AfD-Kreisvorstand Konstanz aktiv?

Ein „Michael A. Hug“ wird in einem Artikel als Beisitzer im AfD-Kreisvorstand Konstanz benannt.
Ein Michael Hug aus Volkertshausen, der aus Singen stammt, war aktiv in der rechtspopulistischen Kleinstpartei „Die Freiheit“ (DF).
Hug, Michael DF-Funktionär
Hug war seit Dezember 2013 DF-Generalsekretär und seit 2012 stellvertretender DF-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg. Er war zudem seit 2011 Koordinator der DF für Südbaden und Redner auf einer rechten Anti-Merkel-Demo am 7. März 2016 in Singen.
Die Namensgleichheit dürfte kein Zufall sein.