Claudia Martin (Ex-AfD) im Interview mit der ultrarechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“

Die im Dezember 2016 aus der AfD ausgetretene AfD-Landtagsabgeordnete Claudia Martin hat sich von der ultrarechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) interviewen lassen. Das Interview erschien in der JF Nr. 1-2017. Ihre Antworten zeugen nicht davon, dass sie sich inhaltlich wirklich von ihrer Partei entfernt hat.
So meint sie etwa:

„Es gibt einen Druck aus der Partei, doch bitte geeint aufzutreten. Folge: Die Radikalen tönen wie sie wollen, weil die Gemäßigten, wenn sie dies kritisieren, als Störenfriede dastehen. Nehmen Sie zum Beispiel die Auseinandersetzung zwischen den Abgeordneten Stefan Räpple und Stefan Herre.“

Auf die JF-Frage „Was ist gegen die Kasernierung von Asylbewerbern einzuwenden?“ antwortet sie:

„An sich nichts, das müssen Sie mißverstanden haben, denn das habe ich gar nicht kritisiert. Im Gegenteil, angesichts der vielen untergetauchten Asylbewerber meine ich, daß wir Wege finden müssen, jene im Blick zu behalten, die in unser Land gekommen sind.
Ich würde allerdings statt von Kasernierung von Flüchtlingswohnheimen sprechen. Dabei gilt die Forderung nach einer Beschleunigung der Asylverfahren, denn eine Langzeitunterbringung würde sich als problematisch erweisen.“
Auch gibt es noch eine Resttreue gegenüber ihrer ehemaligen Partei. Auf die Frage: „Wollen Sie, wenn möglich, in eine andere Partei übertreten?“ erwidert sie: „Nein, denn ich bin damals aus Überzeugung und Protest gegen die etablierten Parteien in die AfD eingetreten.“


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