Archiv für Januar 2017

AfD-Fraktion gegen NS-Opfer-Gedenken

Die AfD-Fraktion Baden-Württembergs will die Gelder für die NS-Gedenkstätte Gurs streichen, wie aus einem Antrag hervorgeht.
Sie brachte im Haushaltsausschuss einen Antrage ein, in denen vorgeschlagen wird, die Fördergelder für die NS-Gedenkstätte Gurs in Frankreich zu streichen.
AfD BaWü gegen Gurs-Gedenken
Gurs war erst ein französisches Internierungslager und später ein deutsches KZ.
Am 22. Oktober und am Folgetag wurden 1940 in Baden und der Saarpfalz mehr als 6.000 Juden in das Lager Gurs deportiert. Von Gurs aus wurden später die meisten Juden nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet. Die Erinnerungsstätte wird jährlich mit 120.000 Euro gefördert.
Erinnerung Deportation nach Gurs
Damit untermauert Meuthen seine Unterstützung für Björn Höcke nach dessen geschichtsrevisionistischer Rede in Dresden.
Meuthen zu Höcke

Noch ein Ex-Funktionär von „Die Freiheit“ bei der AfD

Simon Niederleig ist Beisitzer im AfD-Kreisverband Karlsruhe.
Niederleig bei AfD-KV Karlsruhe
Nach unseren Informationen war er seit 2012 Beisitzer des Landesverbandes der rechtspopulistischen Kleinstpartei „Die Freiheit“.

Claudia Martin (Ex-AfD) im Interview mit der ultrarechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“

Die im Dezember 2016 aus der AfD ausgetretene AfD-Landtagsabgeordnete Claudia Martin hat sich von der ultrarechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) interviewen lassen. Das Interview erschien in der JF Nr. 1-2017. Ihre Antworten zeugen nicht davon, dass sie sich inhaltlich wirklich von ihrer Partei entfernt hat.
So meint sie etwa:

„Es gibt einen Druck aus der Partei, doch bitte geeint aufzutreten. Folge: Die Radikalen tönen wie sie wollen, weil die Gemäßigten, wenn sie dies kritisieren, als Störenfriede dastehen. Nehmen Sie zum Beispiel die Auseinandersetzung zwischen den Abgeordneten Stefan Räpple und Stefan Herre.“

Auf die JF-Frage „Was ist gegen die Kasernierung von Asylbewerbern einzuwenden?“ antwortet sie:

„An sich nichts, das müssen Sie mißverstanden haben, denn das habe ich gar nicht kritisiert. Im Gegenteil, angesichts der vielen untergetauchten Asylbewerber meine ich, daß wir Wege finden müssen, jene im Blick zu behalten, die in unser Land gekommen sind.
Ich würde allerdings statt von Kasernierung von Flüchtlingswohnheimen sprechen. Dabei gilt die Forderung nach einer Beschleunigung der Asylverfahren, denn eine Langzeitunterbringung würde sich als problematisch erweisen.“
Auch gibt es noch eine Resttreue gegenüber ihrer ehemaligen Partei. Auf die Frage: „Wollen Sie, wenn möglich, in eine andere Partei übertreten?“ erwidert sie: „Nein, denn ich bin damals aus Überzeugung und Protest gegen die etablierten Parteien in die AfD eingetreten.“

Beisitzer im AfD-Kreisvorstand Konstanz lief bei „Demo für alle“ in Stuttgart mit

Karl Ganzmann aus Engen ist Beisitzer im AfD-Kreisverband Konstanz. Er wurde 2015 in einem Artikel über die homophobe und antifeministische „Demo für alle“ in Stuttgart erwähnt:

„Karl Ganzmann lobte nach seiner zweiten Demo die „internationale Vernetzung“, die „Winfried Kretschmann und seinen Genossen“ noch ordentlich einheizen will.“

AfD Heidelberg hält Feminismus für Krebs

In einem Tweet der AfD-Heidelberg wird Feminismus als „cancer“, Englisch für Krebs, bezeichnet.
AfD Heidelberg antifeministisch