Archiv für Februar 2017

Junge Alternative Südbaden in Neonazi-Manier gegen Antifa

Die Junge Alternative Südbaden postete am 10. Februar 2017 folgendes Bild:
Afd-Antiantifa
Die Symbolik erinnert an ähnliche Bilder, die aber aus dem Neonazi-Spektrum stammen.

AfD Ulm betreibt Geschichtsrevisionismus

Die AfD Ulm schrieb am 12. Februar 2017 auf Facebook:

„Morgen jährt sich der alliierte Bombenangriff auf das wehrlose Dresden.
Wir gedenken der mindestens 100.000 Tote.“

AfD Ulm geschichtsrevisionistisch
Dresden war aber als wichtigster verbliebener militärischer Knotenpunkt im Rest-Reich ganz und gar nicht „wehrlos“. Auch die Zahl der Toten ist mit 100.000 viermal so hoch angegeben, wie ernsthafte wissenschaftliche Schätzungen. Eine Historiker-Kommission sprach von 18-25.000 Toten.
Damit bedient auch die AfD den rechten Opfermythos um Dresden.

Lesetipp: Das neue Communiqué der „Autonomen Antifa Freiburg“

Die „Autonome Antifa Freiburg“ veröffentlichte am 8. Februar 2017 ein überaus lesenswertes Communiqué mit dem Titel „Die rechtsradikale Streitpartei: Revisionismus, Antisemitismus und ein Nazibursche in der AfD Baden-Württemberg“.
Mit „Nazibursche“ ist Marcel Grauf gemeint, Mitarbeiter des AfD-MdL Heiner Merz im Stuttgarter Landtag und ein ehemaliges Mitglied im Vorstand der NPD Baden-Württemberg.

AfD-Abgeordnete will das Nationale wieder positiv betonen

Die AfD-Landtagsabgeordnete Dr. Christina Baum schrieb am 20. Januar 2017 auf Facebook:

„Da werden Generationen nur mit Schuldgefühlen erzogen. Das muss ein Ende haben, sonst haben wir als Volk keine Zukunft.“

Baum, Christina über Schuldgefühle
In einem Leserbrief an die „Fränkische Nachrichten“ am 3. Februar 2017 schrieb sie:

„Ich lehne ein multikulturelles Völkergemisch ab, weil es keinem mehr eine Identität bietet, nicht den ursprünglich „schon länger hier Lebenden“ und auch nicht den „neu Dazugekommenen“.
Dadurch entsteht hochgradiger sozialer Sprengstoff, den niemand gutheißen kann.
Für ein Mahnmal auf dem Marktplatz hätte ich eine andere Idee: Es sollte den getöteten DDR-Flüchtlingen gedenken. Wie finden Sie das? Das bietet einen wesentlich jüngeren zeitgeschichtlichen Bezug.
Ich bin gespannt, welches Deutschland sich unsere Bevölkerung wünscht: ein grenzenloses, multikulturelles, identitätsfreies oder einen deutschen Nationalstaat, der diesen Namen auch verdient.“

AfD-Landtagsabgeordneter gegen „deutschen Selbsthass“

Der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple schrieb am 24. Januar 2017 unter der Überschrift „Der deutsche Selbsthass muss aufhören!“ auf Facebook:
Räpple zu

„Für keine der Taten meiner Vorfahren habe ich eine direkte, indirekte oder sonst eine mir persönlich zurechenbare Schuld.
Nein, ich möchte nicht mein Leben lang mit diesem Makel leben müssen, wie schlecht „wir“ Deutschen in einem früheren Jahrhundert gewesen sind. Ich mag mir nicht ständig einreden lassen, dass ich irgendetwas davon gutzumachen hätte, nur weil ich hier in Deutschland geboren wurde und somit automatisch eine Teil der deutschen Geschichte bin. Es gibt keine Erbschuld, keine Erbsünde und auch Sippenhaft ist nicht zulässig. Am Ende wäre ich gar ein Nachfahre der Römer, die Jesus ans Kreuz geschlagen haben.
Das aggressiv und inflationär benutzte Wort „Rassismus“ möchte ich nicht verwenden, aber wie sonst will man das bezeichnen, wenn Deutsche in diesem Land offen und lautstark aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit pauschal und immer wieder als Tätervolk stigmatisiert und ausgegrenzt werden? Das ist die Ursache, warum wir kein positives Selbstbild als Gemeinschaft, als Nation, als Volk entwickeln können – selbst wenn wir das wollten. Keiner will sich dieser „Rasse“ zugehörig fühlen.
Über allem steht der dunkle Schatten des „Deutschseins“, des „Deutschsprechens“, des „Deutschhandelns“. Jahrhundertealte Traditionen, Brauchtum, wertvolle kulturelle Errungenschaften und Besonderheiten des deutschen Volkes werden im Sinne dieser nie endenden „Denazifizierung“, sich dabei ständig selbst erniedrigend, verloren gehen. […]
Denkmäler gibt es viele. Aber Deutschland ist wohl das einzige Land dieser Erde, in dem Mahnmäler mit dem ständig wiederholten und erniedrigenden Tenor von „Schuld und Sühne“ errichtet wurden.
Es geht mir jetzt nicht alleine und schon gar nicht explizit um das Mahnmal in der Berliner Mitte, sondern sinnbildlich um alle auf diese unselige Vergangenheit ausgerichteten Begleiterscheinungen. Alle diese Gedenktage an die Nazizeit, die nicht endende Überflutung an NS- und Kriegsdokumentationen auf allen Kanälen, übergewichtete Geschichts-Schwerpunkte in Bildungsplänen, ständige Erinnerung und Konfrontation mit der Vergangenheit hemmen unser Land.
Dieser pseudoreligiös anmutende Schuldkult – unter dem letztendlich alle leiden – muss dringend aufhören. Die Mahnmale sollten abgebaut oder zumindest deutlich reduziert werden und um Denkmäler mit positiven Botschaften ergänzt werden.
Björn Höcke vertrat in seiner Rede nahezu wörtlich das AfD Parteiprogramm. „Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst.“
Ich ergänze dies mit der Forderung, anstelle des nichtssagend hässlichen Mahnmals ein schönes und auch optisch als Wiedervereinigungsdenkmal erkennbares Werk zum Gedenken an die friedliche Beendigung der Teilung Deutschlands zu errichten.
Ich kann nicht wieder gutmachen was geschehen ist. Aber ich kann politisch dafür kämpfen, dass Sozialismus – egal ob nationaler oder internationaler Prägung – keine Chance mehr hat. Er führte immer nur zu Tragödien, hat Staaten und oft deren Nachbarstaaten ruiniert. Gelitten haben dabei immer nur die Menschen, das Volk. Auch der EU-Sozialimus wird in einer humanitären Tragödie enden, wenn den Lobby-Parteien nicht bald die Macht entzogen wird.“

Der Nationalist Räpple fühlt sich offenbar in seinem Nationalismus gestört. Denn kritisiert wird eigentlich nie eine einzelne Person als Deutscher, sondern der dieser Identität zu Grunde liegende deutsche Nationalismus. Seltsamerweise will der deutsche Nationalismus nur immer auf die „Errungenschaften“ des „deutschen Volkes“ stolz sein. Die Schattenseiten aber, werden lieber outgesourct.
Räpples Klage darüber, nicht mehr ungestört Nationalist sein zu können, ist in der extremen Rechten weit verbreitet und wird auf genau diese Art beklagt. Auch hier wird von „Schuldkult“ und „deutschen Selbsthass“ schwadroniert.