Nun doch noch: „Alternative Mitte Baden-Württemberg“ gegründet

Am 19. Oktober 2017 wurde jetzt auch in Baden-Württemberg ein Ableger „Alternative Mitte“ gegründet.
Alternative Mitte Baden-Württemberg
In der „Gründungserklärung der Alternativen Mitte Baden Württembergs“ vom 19. Oktober 2017 heißt es u.a.:

„Eine ideologiefreie, positiv patriotische Politik für Deutschland zugunsten einer wehrhaften, modernen Demokratie in Frieden, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand ist unserer Ziel.
[…] Wir wollen zur Stärkung unserer Partei und ihrer Einheit der großen Mehrheit der Mitglieder, also den gemäßigten, bürgerlich-konservativ-patriotischen unter uns, eine konzertierte Stimme verleihen.
[…] Jegliche extreme Gesinnung und randständige politische Prioritäten lehnen wir strikt ab. Als stellvertretende Beispiele seien sich über andere erhebender Nationalismus, Revisionismus, Totalitarismus, Genderideologie oder Personenkult genannt.“
[…] Als engagierte und überzeugte Mitglieder der AfD arbeiten wir daran, dass sie in der öffentlichen Wahrnehmung künftig besser als das wahrgenommen wird, was sie ganz überwiegend ist: eine freiheitlich-konservative, bürgerlich-patriotische Partei, die für die vielen politisch heimatlos gewordenen Konservativen in Deutschland wählbar wird, ist und bleibt.“

Als Ansprechpartner der „Alternativen Mitte Baden Württemberg“ fungiert Robert Schmidt aus Mannheim. Schmidt ist Sprecher des AfD-Kreisverbands Mannheim und war sogar Unterzeichner der „Erfurter Resolution“, die vom Höcke-Flügel initiiert wurde.

Da die „Alternativen Mitte“ partei-intern umstritten ist und ihre Mitglieder als ehemalige Parteigänger Petrys angefeindet werden, hat der Landesvorstand der AfD Baden-Württemberg am 29. Oktober extra ein Schreiben an alle Mitglieder versandt. In diesem heißt es:

„Liebe Mitglieder,

am 19.10.2017 wurde die Gruppierung Alternative Mitte in Baden-Württemberg gegründet. Diese möchte nach eigenem Bekunden das bürgerliche und liberalkonservative Profil der Partei stärken und vertritt dabei ausschließlich Positionen, die unserem Parteiprogramm entsprechen. Sie ist deshalb als zulässige Strömung innerhalb unserer Partei anzusehen, die die ebenso berechtigten Auffassungen des „Flügels“ sinnvoll ergänzt. Der Landesvorstand Baden-Württemberg ist davon überzeugt, dass unsere Partei sich nur dann langfristig als Volkspartei etablieren wird, wenn wir allen Kräften in unserer Partei, die sich mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung für unser Land einsetzen, Möglichkeiten zur Entfaltung geben.
Die Ausbildung von verbandsähnlichen Strukturen bei jeglichen Strömungen lehnt der Landesvorstand jedoch ab, da sie zu einer „Partei in der Partei“ führen würden. Wir appellieren daher an die Verantwortlichen der AM, auf die Gründung von Landesverbänden und entsprechenden Untergliederungen zu verzichten und sich – analog zum „Flügel“ – nur lose und informell zu organisieren.
Ferner appelliert der Landesvorstand an alle Parteiströmungen, konstruktiv und mit dem gebotenen Respekt miteinander umzugehen und dabei das gemeinsame Ziel nie aus dem Auge zu verlieren. Unser Land benötigt eine geeinte und geschlossene AfD, die sich nicht in parteiinternen Auseinandersetzungen verliert, sondern ihre gesamte Kraft und Energie dafür einsetzt, den politischen Gegner entschlossen zu bekämpfen und unser Land in eine bessere Zukunft zu führen.“


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