Rechte Demonstration in Kandel mit Beteiligung der AfD aus Baden-Württemberg

Am 29. Januar fand in dem kleinen Ort Kandel in Rheinland-Pfalz bereits die dritte rechte Demonstration statt, an der etwa 1.000 Personen teilnahmen. Anlass – nicht Grund – war der frauenfeindlich motivierte Mord an einer jungen Frau durch ihren eifersüchtigen Ex-Freund. Da es sich bei diesem um einen afghanischen Flüchtling handelte, begannen rechte Kräfte nach Kandel zu mobilisieren. Bei anderen frauenfeindlichen Eifersuchtsmorden, die von weißen Deutschen begangen werden, ist das Interesse darin. Erst die Herkunft des Täters machte die Sache für Rechte interessant.
An der Demonstration nahmen vier Landtagsabgeordnete aus Baden-Württemberg teil:
Hans Peter Stauch, Rainer, Stefan Räpple und Christina Baum.
Die AfD Rheinland-Pfalz warnte dagegen vor einer Teilnahme, da zu offenkundig extrem rechte, teilweise neonazistisch eingestellte Personen teilnehmen könnten. Die Polizei sprach dann auch von 100 Rechtsradikalen, die an der Demonstration teilgenommen hätten. Da die Polizei meist nur Neonazis als „rechtsradikal“ definiert, dürfte es sich vor allem um solche gehandelt haben.
Letztere hielt sogar eine kurze Rede. In dieser warnte sie vor der „importierten Gewalt vor allem gegen Frauen durch Männer aus fremden Kulturkreisen“. Später fragte sie ihr Publikum „Ist das ein demokratischer Staat?“, was das Publikum mit „Nein!“ beantwortete.
Sie selbst bestätigte auch: „Nein, das ist kein demokratischer Staat mehr!“.
Goutiert wurde die Rede ansonsten mit „Lügenpresse“-Rufen.
Baum in Kandel
Baum stellt mit der Postadresse der AfD-Fraktion in Stuttgart auch das Impressum des hinter des Vereins „Bürgerwille – Verein für Verfassungstreue e.V.”, der nach Kandel mobilisiert.
Indizien deuten aber auch darauf hin, dass die extrem rechte Initiative „Ein Prozent“ und „Marsch 2017“ mit an der Organisation beteiligt waren.


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