Archiv für August 2018

AfD-Europaabgeordneter Meuthen erneut als Referent bei neurechten thinktank angekündigt

Am 9. September 2018 soll bei der Sommerakademie des neurechten thinktanks „Institut für Staatspolitik“ der AfD-Europaabgeordnete Jörg Meuthen aus Achern referieren. Sein Thema lautet „Die AfD und Europa“.
Meuthen bei IfS-Sommerakademie 2018

Funktionär der baden-württembergischen „Jungen Alternative“ deckt Stauffenberg-Verleumder

Am 29. Juli 2018 bezeichnete Lars Steinke aus Göttingen, ein Funktionär der „Jungen Alternative“ (JA) auf Facebook den deutschnationalen Widerstandskämpfer Graf Stauffenberg als „Verräter“ und „Feigling“ und schrieb Stauffenberg sei „Feind des Deutschen Volkes und damit auch mein Feind.“.
Dafür wurde Steinke auch in AfD-Kreisen massiv kritisiert.
Laut der neurechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) votierten „mit 15 zu 5 Stimmen“ die Mitglieder von JA-Bundesvorstands und -Landesvorstände bei einer Telefonkonferenz für den Ausschluss Steinkes. Eine der Stimmen dagegen kam laut JF vom baden-württembergischen JA-Funktionär Reimond Hoffmann aus Rottweil. Hoffmann ist seit Juni 2016 persönlicher Referent des AfD-Landtagsabgeordenten Rainer Podeswa im Stuttgarter Landtag, stellvertretender JA-Bundesvorsitzender und stellvertretender JA-Landesvorsitzender.

Hoffmann ist auch Gründungsmitglied des rechten Vereins „Publicatio“, dessen Magazin „Arcadi“ sich in Nähe der extrem rechten Identitären bewegt. Der Recherche-Verbund Correctiv schreibt zu Hoffmanns Beteiligung:

„Er hat bei der Gründung des Vereins unterschrieben und ist seither in jedem Protokoll zu finden. Vergangenes Jahr war er für die AfD zur Bundestagswahl angetreten. Hoffmann ist außerdem Mitarbeiter im Landtag Baden-Württemberg. Im Publicatio e.V. tritt er als Schatzmeister auf.“

Die rechte Lektüre des AfD-Landtagsabgeordneten Heiner Merz

Der AfD-Landtagsabgeordnete Heiner Merz empfiehlt derzeit auf seiner Homepage folgende (extrem) rechten Blätter:
Lesetipps von Heiner Merz

Beisitzer des AfD-Kreisverbandes Rhein-Neckar-Kreis in rechten Kreisen aktiv

Homib Mebrahtu aus Nußloch (Rhein-Neckar-Kreis) ist von Beruf Heilpraktiker für Psychotherapie und beim AfD-Kreisverband Rhein-Neckar-Kreis Beisitzer.
Als „Hyperion“ tritt er auch als Redner auf rechten Demos auf, so war er am 18. August 2018 bei „Beweg was – Hand in Hand in Mainz!“ angekündigt und ist am 18. August 2018 in Nürnberg auf einer rechten Demonstration von „Eigenständige Nationen in Europa“ angekündigt.
Hyperion-Kanal
Als „Hyperion“ betreibt Mebrahtu auch einen Video-Kanal. Für diesen Video-Kanal interviewte Mebrahtu u.a. den selbsternannten „Rasserealisten“ Frank Krämer von der Rechtsrockband „Stahlgewitter“ und den österreischischen Identitären-Häuptling Martin Sellner.

AfD Baden-Württemberg geht stiften

Die AfD hat Ende Juli 2018 verkündet dass es mit der Gustav-von-Struve-Stiftung jetzt auch eine ihr nahe stehende Stiftung der AfD in Baden-Württemberg geben soll. Eine spätere Eingliederung in die bundesweite Desiderius-Erasmus-Stiftung ist angedacht.

Benannt ist sie nach Gustav Karl Johann Christian von Struve bzw. nach der Ablegung seines Adelstitels im Jahre 1847 Gustav Struve einem Politiker, Rechtsanwalt, Publizist und radikaldemokratischer Revolutionär während der Märzrevolution von 1848/1849 im Großherzogtum Baden.
Das er während des Studiums auch Burschenschafter war, dürfte ihn auch als Namenspaten für die AfD qualifizieren. Das er später Frühsozialist und Vegetarier war und seine Frau eine Frauenrechtlerin, dürfte der AfD eher weniger passen.
Da sie ihm seinen Adelstitel als Stiftungspaten gelassen hat, scheint sich die AfD eher am frühen Struve zu orientieren.

Bisher ist die Gustav-von-Struve-Stiftung lediglich ein Verein mit Geschäftsstelle in Rottweil.
Laut ihrer Homepage wurde der Verein bereits am 11. Dezember 2017 gegründet und laut Presse hatte er im Juli 2018 40 Mitglieder. Der Vorstand besteht derzeit aus dem Vorsitzenden Dr. Rainer Podeswa, dem stellvertretenden Vorsitzenden Udo Stein und dem Schatzmeister Emil Sänze.
Die Selbstbezeichnung: „Keimzelle konservativen freiheitlichen Denkens in Baden-Württemberg“ zeigt dass man versuchen will im „Kampf um die Köpfe“, wie es bei der NPD einmal hieß, Gebietsgewinne auch in Baden-Württemberg zu erreichen.