Archiv der Kategorie 'Feindbild Links'

AfD-Landtagsabgeordneter verbreitet Daten von Neonazi-Hackerangriff

Der AfD-Landtagsabgeordnete Heiner Merz aus Heidenheim forderte in einer Email am 14. Juli 2017 seine FraktionskollegInnen und weitere ParteifreundInnen dazu auf, angebliche Mitglieder der Antifa zu denunzieren. Im Anhang dieser Email schickte er eine Datei mit fast 25.000 Namen, Adressen und E-Mail-Adressen.
Dabei handelte es sich um gestohlene KundInnen-Daten des Duisburger Punk-Online-Versands „Impact Mailorder“. Die KundInnen-Datei des Unternehmend wurde 2015 bei einem einem Cyberangriff einer „National Sozialistischen Hacker-Crew“ erbeutet.
Diese „National Sozialistische Hacker-Crew“ stellte die Daten mit den Worten „Seid gegrüßt Zeckenpack!“ garniert von dutzenden Hakenkreuzen online.
NS-Hacker-Crew
Nun verbreitet ein AfD-Landtagsabgeordneter eben diese Dateien als angebliche Antifa-Adresskartei mit der Aufforderung kreativ zu sein und z.B. die Personen bei ihren ArbeitgeberInnen zu denunzieren.

CDU und Familienpartei schießen gegen selbstverwaltetes Zentrum in Mannheim

In Mannheim existiert seit Jahren mit dem JuZ ein linker selbstverwalteter Freiraum. Dass sich hier linke bis linksradikale Gruppen treffen, war der lokalen CDU ein Dorn im Auge. Mit Bezug auf eine Große Anfrage (Drucksache 16/2642) der CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag vom 15. September 2017 forderte die CDU eine Einstellung der finanziellen Einstellung des JuZ. Dieser Forderung schloss Julien Ferrat, Mannheimer Stadtrat der Familien-Partei, an.
Auch die Neonazipartei „Der III. Weg“ zitierte die CDU zustimmend mit den Worten, dass das JuZ Mannheim „ein Zentrum linksextremistischen Treibens und ein fester Bestandteil linksextremistischer Strukturen in Mannheim und der Region“ sei.
III. Weg vs. JuZ Mannheim
Die NPD Rhein-Neckar schloss sich ebenfalls der Kampagne gegen das JuZ an.
NPD vs. JuZ Mannheim

Die Kampagne versandete aber wirkungslos und auch 2018/19 wird das JuZ finanziell von der Stadt Mannheim unterstützt. Zuvor hatten sich bundesweit viele Projekte und Einzelpersonen mit dem JuZ solidarisiert.
Ende gut, alles gut? Ja, aber der Fall um das JuZ hat gezeigt dass reaktionäre und extreme Rechte sich auf ein gemeinsames Ziel einschießen. Das ging in diesem Fall auch ganz ohne die AfD vonstatten.

Neuer Pressereferent der AfD-Fraktion in Baden-Württemberg fiel offenbar durch Online-Hetze auf

Der Journalist und Pressefotograf Klaus-Peter Kaschke, Jahrgang 1961, ist der neue Pressereferent der AfD-Fraktion in Baden-Württemberg. Zuvor war er Anfang der 1990er Jahre bereits für die rechtskonservative „Deutsche Soziale Union“ aktiv gewesen.
Später war er ab dem 1. November 2016 für zwei Wochen politischer Referent der AfD-Fraktion in Wiesbaden gewesen. Diese hatte sich aber von Kascke getrennt, nachdem vulgäre rassistische Zitate aufgetaucht waren, die Kaschke zugeschrieben wurden.
Hier eine Auswahl der Zitate, die laut „Wiesbadener Kurier“ von Kaschke stammen:

„Der ganze Islam ist ein Widerspruch in sich…von vorn bis hinten erstunken und erlogen, das brünstige Gesülze des Antichristen.“

„Die Frage muss wohl mittlerweile lauten: Gibt es einen einzigen Araber in Deutschland, der keinen (Anschlag) plant?

„Warum sollte der Spargeltarzan die an Händen und Füßen gefesselte Tunte so halbherzig in den Schwitzkasten nehmen, dass die im Zweifelsfall noch kräftig zubeißen und ihre Aids-Bazillen in die Blutbahn verströmen könnte?“

„Die Dummtrulle mit ihrem Kopflappen ist erst der Anfang, dann kommen die Hinterhofschönheiten in Niqab und Burka und schließlich für gestandene Unterleibskasper wie die zickenbärtigen IS-Hinterlader oder die muhkuhgesichtigen Salafisten-Imame mit ihren zotteligen Fellfressen sogar die Playboy-Ausgaben mit schnuckeligen Kamel- und Eselsstuten oder verführerischen Mutterschafen, die sich bei den orientalischen Dummschwätzern seit jeher großer Beliebtheit erfreuen und in jeder Vererbungslinie wiederfinden lassen.“

Junge Alternative Südbaden in Neonazi-Manier gegen Antifa

Die Junge Alternative Südbaden postete am 10. Februar 2017 folgendes Bild:
Afd-Antiantifa
Die Symbolik erinnert an ähnliche Bilder, die aber aus dem Neonazi-Spektrum stammen.

Anja Markmann sieht Heidelberg „auf dem Weg in den Sozialismus“

Die Heidelberger AfD-Stadträtin Anja Markmann schrieb im Stadtblatt 48/2016 unter der Überschrift „Auf dem Weg in den Sozialismus“:

„Letzte Woche wurde im SEVA-Ausschuss die Satzung über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum mit rot-links-grüner Mehrheit durchgewinkt. Wohin treibt uns das? Es ist vor allem der Respekt vor Privateigentum, der uns vom Sozialismus unterscheidet. Mit dem Verbot wird der kleine Bürger, der sich sein Wohneigentum hart erarbeitet hat, über Gebühr bevormundet.“