Archiv der Kategorie 'Geschichtsrevisionismus'

Alice Weidel verbalrandaliert

Ähnlich wie Meuthen wird die – neben Alexander Gauland – bundesweite Spitzenkandidatin Alice Weidel immer noch in den Medien als Vertreterin eines angeblich in der Partei vorhandenen gemäßigten Flügels interpretiert.
Diese Mäßigung setzt aber in letzter Zeit immer öfter aus. Ob das Kalkül oder eine Art individuelle Rechtsradikalisierung ist, ist unklar.
So forderte Weidel unlängst im Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ ein Verbot von Kopftüchern im öffentlichen Raum:

„Kopftücher gehören aus dem öffentlichen Raum und von der Straße verbannt. Das sollte auf jeden Fall gesetzlich festgelegt werden.“

Und auf Facebook äußert sie sich deutlich geschichtsrevisionistisch:

„Nach 1945: Aus dem kollektiven Gedächtnis erfolgreich gelöscht. Die Gräueltaten an der deutschen Bevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg. Man hat gewartet bis die Zeugengeneration stirbt, um für immer zu schweigen. Denn es mag so gar nicht zu dem Schuldkult passen.“

Vokabeln wie „Schuldkult“ gelten als typisch rechte Vokabeln.

Dresden-Mythos bei der AfD

Auch die AfD-Südliche Ortenau und die AfD Bruchsal bedienen den rechten Dresden-Mythos.
Dresden-Mythos by AfD-Bruchsal

Dresden-Mythos by AfD Südliche Ortenau

AfD Ulm betreibt Geschichtsrevisionismus

Die AfD Ulm schrieb am 12. Februar 2017 auf Facebook:

„Morgen jährt sich der alliierte Bombenangriff auf das wehrlose Dresden.
Wir gedenken der mindestens 100.000 Tote.“

AfD Ulm geschichtsrevisionistisch
Dresden war aber als wichtigster verbliebener militärischer Knotenpunkt im Rest-Reich ganz und gar nicht „wehrlos“. Auch die Zahl der Toten ist mit 100.000 viermal so hoch angegeben, wie ernsthafte wissenschaftliche Schätzungen. Eine Historiker-Kommission sprach von 18-25.000 Toten.
Damit bedient auch die AfD den rechten Opfermythos um Dresden.