Archiv der Kategorie '„Identitäre Bewegung“'

AfD-Bundestagskandidat hatte Aufkleber von extrem rechter Gruppe auf seinem Laptop

Reimond Hoffmann, Jahrgang 1987, aus Umkirch ist stellvertretender Bundesvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender der „Jungen Alternative“. Er war zudem April 2015 bis Mai 2016 Finanzreferent der Thüringer AfD-Landtagsfraktion. Der Unterzeichner der „Erfurter Resolution“ kandidiert zur Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen.
Er ist außerdem Mitglied der Burschenschaft Saxo-Silesia Freiburg.
Auf Facebook postete er eine Aufnahme von seinem Laptop mit einem Zitat von Nicolás Gómez Dávila (1913- 1994).

Den Dichter aus Bogotá nannte die „National-Zeitung“ einst „Ein kolumbianischer Nietzsche“).
Dávila gilt als Reaktionär und Protofaschist.
Am interessantesten ist aber die Gruppe von der der Kleber mit dem Zitat stammt: „Der Funke“. Diese wird von Expert*innen den extrem rechten Identitären zugeordnet.

Marcel Wolle postet auf seinem Facebook-Profil einen Antiantifa-Aufkleber

Marcel Wolle war seit 2015 Beisitzer der „Jungen Alternative“ (JA) in Baden-Württemberg und ist bzw. war Pressesprecher der JA Freiburg. Zudem ist er Mitglied der Burschenschaft Saxo-Silesia Freiburg und rief bereits zur Teilnahme an PEGIDA-Demonstrationen auf. Ein kritischer Bericht vermutet in Wolle zudem einen Aktivist der „Identitären Bewegung“ (IB) Ortsgruppe Freiburg.
Dieser Verdacht wird noch dadurch genährt das Wolle auf seinem Facebook-Profil das Bild von einem Antiantifa-Aufkleber postete.
Wolle mit Antiantifa-Sticker im Profilbild
Dieser Aufkleber wird vor allem von einem Versand der IB vertrieben.

Identitäre Inhalte bei der „Jungen Alternative Nordwürttemberg“

Die AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) hat zwar auf ihrem letzten Bundeskongress mit knapper Mehrheit ein Unvereinbarkeitsbeschluss mit der extrem rechten „Identitären Bewegung“ (IB) gefasst, aber inhaltlich ist da kaum ein Unterschied. Sowohl die IB als der JA-Regionalverband Nordwürttemberg veranschaulichen das, indem sie dasselbe Bild posten, auf dem sie „Remigration!“ fordern.

Remigration by IB Deutschland

Remigration by JA Nordwürttemberg

Dubravko Mandic zur VS-Beobachtung der Identitären und die Konsequenzen für die AfD

Dubravko Mandic aus Freiburg, selber Teilnehmer einer Identitären-Demonstration in Wien, veröffentlichte am 26. Juni 2016 auf der Homepage der „Patriotischen Plattform den Beitrag „Die AfD in den Fängen des Verfassungsschutzes?“. .
Darin heißt es:

„Neulich wurde auf einer AfD Ländertelefonkonferenz ein möglicher Unvereinbarkeitsbeschluss mit der “Identitären Bewegung” thematisiert. Dieser wird – nach alter Manier – offensichtlich von Petry und Pretzell vorangetrieben. Während man also auf der einen Seite den Schulterschluss mit der FPÖ sucht und herstellt, die im Übrigen sehr eng mit der IB zusammenarbeitet (dabei aber äußerst smart vorgeht), und gleichzeitig auch auf Tuchfühlung mit dem FN geht, greift bei uns die Distanzeritis um sich. Was kommt als Nächstes? Der Unvereinbarkeitsbeschluss mit den Burschenschaften? […] Die Identitäre Bewegung ist mittlerweile in Baden-Württemberg in das Visier des Verfassungsschutzes geraten. Sowohl die AfD und vor allem die JA sind personell mit der IB verbunden. Dies folgt schlicht aufgrund ähnlicher politischer Zielsetzung. Die Mittel der IB sind dabei außerparlamentarisch, aber nicht weniger wirksam. Hausbesetzungen und ähnliche Aktionen sind einfach nicht die Methoden einer Parlamentspartei. Als Partei des Rechtsstaats können wir uns an derartigen Aktionen nicht beteiligen.“

Mandic ist lediglich zu folgendem Zugeständnis bereit:

„Zum Schutze unserer Partei dränge ich auf ein Funktionärsverbot. Vorstände der JA oder AfD sollten nicht gleichzeitig in führender Funktion bei der IB tätig sein. Dies ist unser Tribut an das System. Gleichwohl plädiere ich nun aber auch für eine inhaltliche Zusammenarbeit mit der IB. In diesem Zusammenhang dürfen wir keine Angst vor der Berichterstattung haben, weil diese Angst die politische Arbeit lähmt und im Grunde sachfremde Erwägungen Eingang in unsere politische Arbeit zu finden drohen.“

„Junge Alternative“ distanziert sich vordergründig von „Identitärer Bewegung“

Jongen als Zitatelieferant der AfD
Bild: Identitäre beziehen sich auf den AfD-Parteiphilosophen Marc Jongen

Laut FAZ-Artikel vom 11. Juli 2016,distanzierte sich die AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) von der extrem rechten „Identitären Bewegung“ (IB), die in den Beobachtungsfokus des Inlandsgeheimdienstes „Verfassungsschutz“ geraten war.
Frohnmaier sagte gegenüber der FAZ:

„Antragsteller, die sich in einer vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation betätigen oder betätigt haben, werden von uns konsequent abgelehnt“

, schränkte jedoch ein, dass schon aufgenommene Mitglieder der IB nicht rückwirkend ausgeschlossen werden könnten. Er behauptete weiter:

„Uns sind keine aktiven Kader der Identitären Bewegung in der JA bekannt“

. Der Besuch der beiden Jungalternativen Dubravko Mandic aus Freiburg und Felix Koschkar aus Leipzig auf einer Identitären-Demonstration in Wien wurde lediglich missbilligt.
Diese Distanzierung darf als vordergründig gelten, sind die personellen Überschneidungen zwischen der AfD-Nachwuchstruppe und den Identitären doch vielfältig, beispielsweise zwischen der IB Freiburg und der JA Freiburg. Mandic, offenbar in beiden Gruppen aktiv, schrieb unlängst auf der Seite der „Patriotischen Plafform“:

„Sowohl die AfD und vor allem die JA sind personell mit der IB verbunden. Dies folgt schlicht aufgrund ähnlicher politischer Zielsetzung.“