Archiv der Kategorie 'Kontakte zur "Neuen Rechte"'

Kurzes Porträt von Dimitrios Kisoudis

Der Journalist und Filmemacher Dimitrios Kisoudis, Jahrgang 1981, bewegt sich in der Nähe der baden-württembergischen AfD bzw. der AfD allgemein. Der Sohn eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter ist Assistent des Abgeordneten Marcus Pretzell im Europäischen Parlament.
Kisoudis gilt als Putin-Versteher und publizierte mit Frank Hertweck ein autobiografisches Interview mit Carl Schmitt („Solange das Imperium da ist“). Außerdem ist er der Buchautor von „Goldgrund Eurasien“ (2015) und des zweiten Band in der „Werkreihe von Tumult“ des rechten Manuscriptum-Verlags (2017). Dieses Buch trägt den Titel „Was nun? Vom Sozialstaat zum Ordnungsstaat“. Kisoudis stellte es u.a. im Juni 2017 im rechtskatholischen „Institut St. Philipp Neri“ in Berlin vor.
Kisoudis bei St. Neri
Ansonsten schreibt er für die rechten Blätter „eigentümlich frei“, „Eurasisches Magazin“, „Katehon“ und „The European“. Der Ausgabe 11/2016 des extrem rechten Monatsmagazin „Zuerst!“ gab er ein Interview.
Seine gute Vernetzung kann man auch an der Teilnahme am Akademikerball der FPÖ in Wien ersehen.
Kisoudis bei Akademikerball
Ausweislich seines Facebook-Profils studiert Kisoudis derzeit an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Jongen auf rechten Vernetzungstreffen

In Berlin fand Ende Juli 2017 laut dem rechten Blatt „AGENDA“ Nr. 8 die europäische „Vanenburg meeting“ statt, die vom „Center for European Renewal“ organisiert. Das „Vanenburg meeting“ ist ein europäisches Vernetzungstreffen von Rechtskonservativen und Neuen Rechten.
Center fpr European Renewal
Dieses Jahr fand es in der neurechten „Bibliothek des Konservatismus“ in Berlin statt. Neben dem polnischen Europaabgeordneten Ryszard Legutko und neben Andreas Kinneging, sprachen auch Dimitrios Kisoudis (Berater des AfD-Europaabgeordneten Marcus Pretzell) und Marc Jongen, der Co-Landesvorsitzende der AfD in Baden-Württemberg.

Ex-JA-Funktionär bestätigt: Identitäre als JA-Aufbauhelfer

Mario Olsson war Vorsitzender des Bezirksverband Lüneburg der AfD-Nachwuchsorganisation „Junge Alternative“ (JA) und seit Juni 2015 Schatzmeister der JA in Niedersachsen. Er stieg Anfang Juli 2017 nach der Wahl von dem als rechtsradikal geltenden Lars Steinke zum JA-Landesvorsitzenden aus der AfD aus.
Ein Artikel zitiert den Ex-JAler Mario Olsson wie folgt:

„In Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt, wo um die 20 IBler eingetreten sind, um den Landesverband überhaupt erst zu gründen. Und jetzt aktiv zu gestalten.“

Mandic ehrlich über die AfD/JA-IB-Connections

Ein FAZ-Artikel zitiert Dubravko Mandic aus Freiburg, Direktkandidat der AfD zur Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Tübingen, zu den Verbindungen von AfD und „Junger Alternative“ zu der extrem rechten „Identitären Bewegung“ (IB):

„Sowohl die AfD und vor allem die Junge Alternative sind personell mit der Identitären Bewegung verbunden.“

Jongen Interviewpartner von neurechten Magazin in Frankreich

Marc Jongen hat der aktuellen Ausgabe von „Éléments“ (Nr.166, Juni/Juli 2017) ein längeres Interview gegeben, welches unter der Überschrift „L‘AfD ou les spéfificités du populisme allemand“ veröffentlicht wurde. Das Magazin „Eléments“, kurz für „Elemente für die europäische Zivilisation“) erscheint seit 1973 und wird von „Groupement de Recherche et d’Etudes pour la Civilisation Européenne“ (GRECE) herausgegeben, dem wichtigsten thinktankl der Neuen Rechten in Frankreich.
Jongen in elements
Die Übersetzung des Interviews erschien am 7. Juni 2017 bei „Sezession Online“. Hier heißt es u.a.:

„Unsere wichtigste Aufgabe sehe ich aber in einer Änderung des politischen Gesamtklimas, einer tiefgreifenden Umstimmung der Gesellschaft. Die europäischen Nationen müssen von einer Kultur der Selbstabschaffung auf eine solche des Überlebenswillens umstellen.“