Archiv der Kategorie 'Mitglieder mit ultrarechter Biografie'

Noch eine extrem rechte Personalie bei der AfD-Fraktion in Stuttgart

Laut diverser Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ ist Armin Armin Allmendinger von der AfD im Stuttgarter Landtag als
parlamentarischen Berater eingestellt worden.
Allmendinger ist nicht nur Mitglied der extrem rechten Burschenschaft Rheinfranken Marburg, sondern war auch ein Aktivist der „Identitären Bewegung“ (IB). Auf Demonstrationen wie der „Demo für alle“ in Stuttgart tauchte er bereits mit der Fahne der IB auf. Zudem soll er auch bei der NPD aktiv gewesen sein.
Allmendinger in DMZ 2014
klein.JPG
Allmendinger wird für den Bereich Petitionen zuständig sein, der als besonders sensibel gilt, da er auch viele persönliche Daten beinhaltet.
Für das neurechte Newsportal „Blaue Narzisse“ verfasste er einen Bericht über ein Treffen von Veteranen von Wehrmacht und Waffen-SS in Österreich.

Vergangenheit von Markus Frohnmaier ausgeleuchtet

In dem Artikel „Neue Vorwürfe gegen AfD-Jungpolitiker Frohnmaier“ in der „Badischen Zeitung“ und einem Beitrag vom ZDF-Magazin „Frontal 21“ (Film, Skript werden allerhand Indizien präsentiert, die nahe legen, dass Markus Frohnmaier früher in der antimuslimischen „German Defence League“ (GDL) aktiv war.
Es wird erwähnt, dass ein „Cornel Frohnmaier“ 2011 Ansprechpartner der GDL war. Der Zweitname des in Rumänien gebürtigen AfD-Jungpolitikers Markus Frohnmaier lautet „Cornel“.
Frohnmaier als GDL-Ansprechpartner
Ebenfalls wird Frohnmaiers Lorbeerkranz-Tattoo erwähnt, was auch im GDL-Logo enthalten ist.
Frohnmaiers Tattoo

Göppingen: Unterstützer deutschnationaler Separatisten wechselte von FW zur AfD

Unlängst wurde der Vorstand des Göppinger Kreisverbands neu gewählt. Unter den neu Gewählten befindet sich auch ein alter Bekannter. Joachim Hülsche wurde stellvertretender Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Göppingen. Der Diplomingenieur arbeitet als Baudezernent, Architekt und Stadtplaner. Vor der AfD war er bei den Freien Wählern aktiv, für die er auch im Stadtrat saß.
Hülscher ist auch Vertreter („Referat Öffentlichkeitsarbeit“) und Mitglied des ultrarechten „Andreas-Hofer-Bundes Deutschland“ (AHB-Deutschland), der sich aus deutschnationalen Motiven für die Unabhängigkeit der mehrheitlich deutschsprachigen Provinz von Italien einsetzt. Zeitweise war er angeblich sogar der stellvertretende Bundesobmann des AHB-Deutschland.

Hülsch beim AHB
Hülscher als AHB-Funktionär, 2006, Screenhot AHB-Homepage 2010

Hülscher beim AHB
Hülscher im Impressum des AHB-Organs „Bergfeuer“ 2007

In diesem Zusammenhang soll er auch ein Unterstützter der deutschnationalen Separatistenpartei „Südtiroler Freiheit“ sein.
Kaum verwunderlich, weigerte sich Hülscher bei der „Straße der Demokratie“ – einer Gegenveranstaltung zu einer Neonazi-Demonstration am 12. Oktober 2013 – mitzumachen.
Hülschers Frau Astrid Rahlves-Hülscher nahm 2008 an einem Treffen der extrem rechten „Kontinent-Europa-Stiftung teil“, angeblich in Vertretung ihres Vaters Dr. jur. utr. Rudolf Rahlves (1925-2010), einem antisemitischer Autor im extrem rechten Verlag „Libergraphix“.

UPDATE (23.11.16)
Da es angezweifelt wurde, hier ein Screenshot als Beleg für die Teilnahme von Frau Astrid Rahlves-Hülscher an der Veranstaltung 2008:
Rahlves bei Neonazi-Treffen

Thomas Veigel als Spitzenkandidat einer rechtsradikalen Hochschulgruppe 1975

Wie bereits berichtet verfügte Thomas Veigel aus Rheinau, der seit Juli 2015 zeitweise Sprecher der AfD-Ortenau war, über ein jahrzehntelanges Vorleben in der politischen Rechten.
So war er Vorstandsmitglied des „Hochschulring Tübinger Studenten“ (HTS) und im Sommersemester 1976 Spitzenkandidat des HTS zum Studentenparlament. Dazu noch einmal zwei Bilder:
Veigel als HTS-Kandidat

Veigel als HTS-Kandidat

Sprecher der AfD-Ortenau verharmloste schon in den 1970ern die Pinochet-Diktatur

Wie bereits mehrfach berichtet hat Thomas Veigel, seit Juli 2015 Sprecher der AfD-Ortenau, eine Vergangenheit in dem rechtsradikalen „Hochschulring Tübinger Studenten“ (HTS). Ein älterer Bericht in dem spanischsprachigen Blatt „Chile-America“ Ausgabe September-Oktober 1977 berichtet von einem ‚Thomas Veigel‘.
Chile-Americo
Dieser war ein Jahr in Chile und wollte am 28. Januar 1977 nach seiner Rückkehr auf einer Veranstaltung mit dem Titel „Die Wahrheit über Chile“ über seine Erfahrungen dort sprechen. Dagegen gab es eine Antifa-Demonstration mit über 400 Leuten, an der auch das „Tübingen-Chile-Komitee“ teilnahm. Als die Veranstaltung begann, waren gerade mal Veigel und sieben Rechte anwesend, ansonsten waren im Publikum nur Gegner*innen, die Veigel laut dem Bericht wohl anfangs für seine Anhänger hielt. Veigel ließ man 20 Minuten sprechen und dann wurde die Veranstaltung unterbrechen. Laut dem Bericht sagte Veigel in diesen ersten 20 Minuten u.a.: „Die Menschen in den Konzentrationslagern [in Chile A. d. Ü.] werden genauso gut behandelt, wie die Mehrheit der Bevölkerung“. Dabei bezog Veigel sich auf ein Programm zur Ernährung von Kindern, welches er der Pinochet-Regierung zuschrieb, tatsächlich wurde es jedoch vom „Viktariat der Solidarität“ unterhalten.