Archiv der Kategorie 'Mitglieder mit ultrarechter Biografie'

Sprecher der AfD Ortenau ist chilenischer Burschenschafter und vermutl. Pinochet-Sympathisant

Thomas Veigel aus Rheinau ist seit Juli 2015 Sprecher der AfD Ortenau. Wie dieser Blog berichtete, war Veigel offenbar Mitglied der ultrarechten „Hochschulring Tübinger Studenten“.
Laut einem Screenshot einer geheimen Facebook-Gruppe von Korporierten in der AfD ist er Mitglied einer Turnerschaft in Tübingen und einer deutschen Burschenschaft in Chile.
Veigel als Burschi
Auf der Seite der Burschenschaft Ripuaria in Valparaiso (Chile) findet sich folgender Eintrag:

„Für alle gesetzliche Angelegenheiten vom Kauf und Verkauf wurde ein Advokat, Herr Alvaro Santamaría, eingestellt. Am 13. Oktober 1979 wurde der Vertrag unterschrieben und 50% vom Wert des Hauses als Anzahlung gegeben. Diese Anzahlung wurde zum Teil von der Kasse im Ausland und im größten Teil mit einem Kredit einer deutschen Bank, den wir mittels Bbr. Thomas Veigel erhielten, finanziert.“

Offenbar hat Veigel eine biografischen Kontakt nach Chile. In der ultrarechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ Nr. 05/98 vom 23. Januar 1998 findet sich dann auch von einem Thomas Veigel der Artikel „Chile: General Augusto Pinochet soll mit allen Mitteln politisch kaltgestellt werden
Sommertheater um Senatorenamt“, der deutliche Sympathien für den Militärdiktator zum Ausdruck bringt. In ihm beklagt der Autor das Pinochet vor Gericht gestellt werden sollte:

„Anläßlich der bis spätestens 10. März 1998 anstehenden Demission von General Augusto Pinochet vom Posten des chilenischen Armeechefs spielen einige Mitglieder der Regierungskoalition, der sogenannten „Concertacion“, das Stück „Verfassungsklage“.
Mit allen Mitteln soll dem 82jährigen scheidenden Oberbefehlshaber, Ex-Präsidenten und Juntachef das ihm gemäß selbst veranlaßtem Grundgesetz zustehende Senatorenamt verwehrt werden. […] Nun wirft man Pinochet vor, daß er seit dem demokratischen Übergang am 11. März 1990 regelmäßig in öffentlichen Auftritten „die Ehre und das Prestige der chilenischen Nation geschädigt“ habe. Obwohl der General in den letzten Jahren auf Äußerungen allgemeinpolitischen Inhalts weitgehend verzichtete,war seine bloße Präsenz in der Führung der Streitkräfte international offenbar eine Provokation. Der US-amerikanische Botschafter in Santiago ließ in Interviews verlauten, daß seine Regierung solange keine Waffen und Ersatzteile liefern werde, bis Pinochet das Oberkommando der Armee abgegeben habe. Auch die deutsche Regierung betonte, daß rund 100 gebrauchte Kampfpanzer des Typs Leopard I. erst dann in das südamerikanische Land geliefert würden, wenn der Ex-Präsident in den Ruhestand getreten sei.

Der Autor behauptet weiter:

„Auch in den ärmeren Teilen der Bevölkerung verfügt er noch immer über viele Sympathisanten, die nicht vergessen haben, daß niemals zuvor in der Geschichte Chiles derart viele soziale Maßnahmen für die Allerärmsten getroffen wurden wie in der Ära der Militärregierung. Riesige Elendsviertel konnten damals aufgelöst und die Bewohner in Sozialwohnungen angesiedelt werden.“

Er lobt zudem:

„Daß das ökonomische Modell, das Chile bei einer Inflation von 6% und anhaltend niedriger Arbeitslosigkeit zum stabilsten Wirtschaftsstandort Südamerikas gemacht hat, Augusto Pinochet zu verdanken ist, streiten nicht einmal seine Feinde ab. Und je weiter sich der schillernde General vom politischen Tagesgeschäft entfernt, die Nebel der Propaganda sich lichten und zugleich berechtigte Kritik der Vergessenheit anheimfällt, desto mehr steigt zum Ärger der Allende-Nostalgiker auch sein Ansehen in der Bevölkerung. So mancher Chilene erkennt angesichts der neuerlichen Virulenz linksextremer Terrorgruppen zum Beispiel, daß die alte Behauptung von Gegnern der Militärdiktatur, der (damals übrigens viel geringfügigere) Terror sei nur eine Reaktion auf die Armeeherrschaft, eine Lüge war.“

Eine Militärdiktatur mit mindestens 3.000 Toten und mehreren zehntausend Flüchtlingen als ‚geringfügigen Terror‘ zu nennen, ist ein menschenverachtende Verharmlosung.

Freiburg: Überschneidungen zwischen „Junger Alternativer“, Identitären und Studentenverbindungen

Ein auf dem Blog „Falsch-verbunden“ veröffentlichter Beitrag über „Die akademische Rechte in Freiburg“ weist auf die personellen Überschneidungen zwischen „Junger Alternativer“, Identitären und Studentenverbindungen hin:

„In dem örtlichen Ableger des Jugendverbandes der Alternative für Deutschland (AfD) sammeln sich reaktionäre Burschenschafter und Neue Rechte.“

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Frohnmaier, ein antimuslimischer Glaubenskrieger?

In der Otto-Brenner-Stiftung ist dieser Tage die Studie „Die AfD vor den Landtagswahlen 2016“ heißt es zur Personalie Markus Frohnmaier auf Seite 15:

„Vor seinem Engagement in der AfD war Frohnmaier in der rechtskonservativen „Aktion Linkstrend stoppen“ aktiv sowie, Vorwürfen Bernd Luckes zufolge, in der vom Verfassungsschutz beobachteten „German Defence League“ (Wieschmeyer 2015).“

Die „German Defence League“ (GDL) ist eine radikal-antimuslimische Gruppe. Sie postete beispielsweise Bilder, die auch im Video-Manifest von Anders Breivik zu finden sind.
GDL auf Breiviks Spuren

Gesammelte Hintergrundinformationen zu den AfD-LandtagswahlkandidatInnen

In diesem Watchblog gibt es seit gestern die Unterseite „kritische KandidatInnen-Schau BaWü 2016“, in diesem werden zu den 70 Landtagswahl-KandidatInnen der AfD Baden-Württemberg kritische Informationen gesammelt. Das können rechte Verstrickungen oder rechte Aussprüche sein.
Diese Unterseite wird überarbeitet, sofern neue Informationen auftauchen.
Ziel ist es die Selbstdarstellung der Südwest-AfD als normale konservative Partei durch Fakten zu widerlegen.

AfD-Aktivistin spricht bei rassistischer Demo in Öhringen

Am 17. Oktober 2015, fand in Öhringen bei Heilbronn erneut eine rassistische Kundgebung gegen die weitere Aufnahme von Geflüchteten in Öhringen statt. In der „Heilbronner Stimme“ wird über eine AfD-Aktivistin als Rednerin berichtet:

„Heidi Förnzler aus Kupferzell, die zuvor am Stand der AfD in der Fußgängerzone gestanden hatte, griff ebenfalls zum Mikro und sagte: „Unsere Regierung arbeitet für Konzerne. Das ist das Problem“.“