Archiv der Kategorie 'Rassismus&Einwanderungsfeindlichkeit'

Leserbrief von Göppinger AfD-Funktionärin mit völkischen Untergangsängsten

Christiane Abendroth ist Beisitzerin im Vorstand des AfD-Kreisverband Göppingen und Unterzeichnerin der „Erfurter Resolution“.
Von ihr erschien kürzlich ein Leserbrief, in dem sie ihre völkische Untergangsängste zum Ausdruck bringt.
Abendroth, Christiane Leserbrief
Sie fürchtet das Aussterben der Deutschen und schreibt:

„Es gab bis zum Ende des 21. Jahrhunderts eine Volksgruppe, die die Deutschen waren. Es war bei Ächtung den wenigen Deutschen, die sich erhalten wollten, verboten, auf ihre Identität zu pochen. […]
Durch riesige Einwanderungsbewegungen aus allen Ländern und mit Lügen verschönt, wurden die Deutschen vermischt und letztendlich als Randgruppe abgeschafft.“
In ihrer Vorstellung ist es der ‚Schuldkult‘, der eingesetzt wurde, um die Deutschen aussterben zu lassen:
„Das war im 21. Jahrhundert, als sein Dahinscheiden [‘der Deutsche‘] psychologisch gut ausgeklügelt durchgeführt wurde, genauso. Dadurch, dass die Regierungen nicht aufhörten, ihn an diesem sogenannten 2. Weltkrieg schuldig zu sprechen, selbst bis in zehn Generationen danach, sah er sich allem unendlich ergebungswürdig untergeordnet, trotz seines unheimlichen Fleißes und seiner sagenhaften Intelligenz.“

AfD-Aktivist verlinkt Video von Holocaustleugnerin

Der Familienrechtsanwalt Oliver Kloth aus March ist Beisitzer im AfD-Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald und betreut für den AfD-KV Emmendigen die Facebook-Seite.
Auf Facebook verlinkte er nun ein Video der Gruppe „Blankenburg wehrt sich II“ mit einer Rede von Ursula Haverbeck, einer extrem rechten Holocaustleugnerin.
Oliver Kloth repostet Haverbeck

AfD-Landtagsabgeordnete verteidigt „Identitäre Bewegung“ gegen Verfassungsschutz-Beobachtung

Die dem äußersten rechten Parteiflügel der AfD zuzurechnende Landtagsabgeordnete Christina Baum (Anti-Meuthen-Flügel) macht sich für die extrem rechte „Identitäre Bewegung“ stark und positioniert sich gegen deren Beobachtung durch die antidemokratische Behörde mit dem irreführenden Namen „Verfassungsschutz“ (VS). In einem Leserinbrief an die „Fränkischen Nachrichten“ vom 16. August 2016 schrieb Baum:

„In der Begründung zur Beobachtung der „Identitären Bewegung“ (ID) durch den Verfassungsschutz las ich Folgendes: Die ID wendet sich gegen Multikulti-Wahn, unkontrollierte Massenzuwanderung und den Verlust der eigenen Identität durch Überfremdung.
Nach dieser Begründung müssten wahrscheinlich mindestens 50 Prozent der Bevölkerung beobachtet werden.“

Genau dieses Zitat Baums erschien auch auf der Facebook-Präsenz von „Der Flügel“, in dem sich vor allem die AnhängerInnen Höckes sammeln. Damit positionierte sich „Der Flügel“ erstmals zur VS-Beobachtung der Identitären.
Baum pro Identitäre
Baum fährt in ihrem Leserinbrief im NPD-Jargon fort:

„Auch ich natürlich, denn auch ich lehne die Entwicklung Deutschlands zu einer multikulturellen Gesellschaft mit den entsprechenden Risiken für die innere Stabilität und Sicherheit vehement ab. Für die von Frau Merkel eigenmächtig herbeigeführte, ungesetzliche Massenzuwanderung wird sie hoffentlich eines Tages zur Verantwortung gezogen werden. Den Verlust der eigenen Identität kann ich jeden Tag beobachten, wenn ich durch die Innenstadt von Stuttgart gehe. Diese politisch herbeigeführten Fehlentwicklungen werde ich weiterhin laut und deutlich kritisieren, und wenn ich deshalb nun dafür einen Verfassungsschützer zu Seite gestellt bekomme, kann ich nur sagen: Willkommen in der DDR 2.0 ! Damit sollte nun auch dem letzten Zweifler klar geworden sein, dass der Verfassungsschutz zur Einschüchterung Andersdenkender benutzt wird und somit ein Instrument zur Erhaltung der politischen Macht in Deutschland darstellt. Doch „das Volk“ lässt sich nicht mehr lange einschüchtern. Das Maß ist voll.“

Hetz-Posting des AfD-KV Rottweil/Tuttlingen

Es sorgte bundesweit für Schlagzeilen als der AfD-Kreisverband Rottweil/Tuttlingen am Morgen des 29. Juli 2016 auf Facebook postete:

„Frontex sofort beenden. Je mehr Migranten ersaufen, desto eher begreifen selbst afrikanische Ziegenhirten, dass es sich nicht lohnt, nach Europa aufzubrechen. Sollen sie ihren ‚Staat‘ säubern, bis auch sie ein ’normales Leben‘ führen können. Die frz. Revolution hat es vorgemacht. Spanien übrigens macht es vor, wie man Bootsfahrten verhindert. Nur unsere autistische Kanzlerin weiß nicht, wie das geht.“

AfD-KV Rottweil/Tuttlingen Zitat

Am 3. August wurde die Facebook-Präsenz gesperrt. Inzwischen waren auch mehrere Anzeigen gegen ihn eingegangen.

Der AfD-Kreisverband wird von dem Landtagsabgeordneten Emil Sänze angeführt.
Sänze ist Mitglied der AfD-Rumpffraktion, die den offenkundigen Antisemiten Wolfgang Gedeon nicht sofort rauswerfen wollte.
Sänze gilt als inhaltlich Verantwortlicher für die Facebookseite.
In einer Stellungnahme vom 3. August 2016 nannte Sänze den Beitrag eine „menschenverachtenden Hasstirade“ und behauptete der Administrator der Kreisverbandsseite sei im Urlaub. Man wolle nun ermitteln wer verantwortlich sei.
Kritiker*innen des Post wurden vom AfD-Kreisverband auf Facebook erst als „Feinde des Grundgesetzes“ beschimpft und dann zum Teil gesperrt. Offenbar hatten auch unmittelbar nach dem Post noch Personen Zugang zu dem Account, d.h. ein*e angebliche*r unbekannte*r Verantwortliche*r konnte noch Tage nach dem Post schalten und walten.
Der AfD-Landtagsabgeordnete Lars Patrick Berg, eingezogen für den Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen, sprach am Abend des 3. August in einer Stellungnahme von einer möglichen Manipulation der AfD-Facebookseite.
Kommentar von Berg
Neuesten Meldungen nach wurde das menschenverachtende Posting über Flüchtlinge auf der Facebook-Seite des AfD-Kreisverbands Rottweil/Tuttlingen von einem Mitglied des erweiterten Kreisvorstands verfasst.

Frohnmaier fordert „Remigrations-Ministerium“

Am 31. Juli 2016 schrieb Markus Frohnmaier auf Facebook:

„Machtdemonstration in Köln. 30.000 gut integrierte Eroberer feiern Ihren Führer mit Blick auf den Kölner Dom. Wir brauchen endlich ein Remigrations-Ministerium!“

Das Wort „Remigration“ macht seit Tagen besonders bei Identitären die Runde.